Weitere Finanzhilfe von 830 000 Euro

Michael Gottstein

Von Michael Gottstein

Fr, 11. Oktober 2019

Murg

Murg erhöht den Förderrahmen für Gebiet Am Bürgerplatz und Neue Mitte auf gut fünf Millionen.

MURG (mig). Das Zentrum der Gemeinde Murg ist derzeit eine Baustelle, und das wird noch eine Weile so bleiben, denn nach der Fertigstellung des Ärzte- und Apothekenhauses östlich des Rathauses durch einen privaten Investor wird die Gemeinde die Straßenabschnitte neu gestalten und mit dem Umbau und der Erweiterung des Rathauses beginnen. Dafür sollen die Förderbeträge um 1,38 Millionen Euro aufgestockt werden.

Im Gemeinderatssitzung zeigte sich Roland Hecker von der Kommunalentwicklung GmbH zuversichtlich, dass die Behörden den Aufstockungsantrag der Gemeinde genehmigen werden. Murg wurde mit dem Sanierungsgebiet Am Bürgerplatz im Jahr 2011 in ein Programm zur städtebaulichen Erneuerung aufgenommen. Der ursprünglich beantragte Förderrahmen für den Bau der Neuen Mitte betrug 2,72 Millionen Euro. Im April 2017 wurde er dann auf 3,66 Millionen Euro aufgestockt. Dieses Geld ist für die bisher verwirklichten Bauabschnitte weitestgehend abgerufen worden. Nun soll die Förderung erneut um 1,38 Millionen steigen. Weil Bund und Land 60 Prozent übernehmen und die Gemeinde einen Eigenanteil von 40 Prozent leisten muss, entspricht dies einer weiteren Finanzhilfe von 830 000 Euro (also 60 Prozent).

Notwendig wird diese zusätzliche Förderung wegen der Bauabschnitte I und II – also der Gestaltung eines Rathausplatzes und der Hauptstraße (L 154, früher B 34 ) bis hin zum Friedhof – für insgesamt 3,5 Millionen Euro. Rund eine Million Fördergelder sollen für diesen Zweck investiert werden. Für die Erweiterung und den Umbau des Rathauses (Gesamtkosten: über eine Million Euro) ist eine Förderung von 370 000 Euro vorgesehen. Der Förderzeitraum läuft im April 2022 aus.

Eine weitere Großinvestition ist die Kindertagesstätte auf dem Areal In der Mühle, die rund fünf Millionen Euro kosten wird. Die drei Gruppen für Kinder über drei Jahre werden über das Programm "Soziale Integration im Quartier" bezuschusst. Wie Hecker erklärte, wurde die Fördersumme um 170 000 Euro erhöht, so dass die Gemeinde 760 000 Euro an Zuschüssen erhalten wird. Für die drei Kinderkrippen gibt es zusätzlich 360 000 Euro Förderung aus einem anderen Programm, so dass die Gemeinde rund 3,9 Millionen Euro selbst tragen muss.