Minimalismus

Weniger ist mehr

Giovanna Lehrian, Klasse MRS 8, St. Ursula Schulen

Von Giovanna Lehrian, Klasse MRS 8, St. Ursula Schulen (Freiburg)

Mi, 23. Mai 2018 um 00:00 Uhr

Schülertexte

Was ist Minimalismus überhaupt und macht er Menschen wirklich glücklicher? Dieser Frage ging Giovanna Lehrian aus der Klasse MRS 8 der St. Ursula Schulen in Freiburg nach.

Minimalismus bedeutet, dass man sich von Dingen trennt,die einen unglücklich machen oder die einem nicht mehr nutzen. Mitunter kann man sich auch von Menschen trennen, die einem nicht guttun. Minimalismus bedeutet, dass man sich auf das Wesentliche im Leben konzentriert. Minimalismus kann dein Leben verändern, denn manchmal erkennt man erst, wenn Dinge weg sind, dass sie einem nie gutgetan haben. So kann man herausfinden, was einem guttut. Minimalismus bedeutet aber nicht, sich von allem zu trennen und radikal durch die Wohnung zu laufen und alles in den Müll zu schmeißen. Natürlich sollte man auch Dinge behalten, wie zum Beispiel Erbstücke oder Gegenstände, mit denen man positive Erlebnisse verbindet.

Was macht man mit den Dingen, die aussortiert sind?
Man kann zum Beispiel Klamotten und Bücher sehr gut auf Flohmärkten verkaufen. Das macht Spaß, und man verdient etwas dabei. Wem dies keinen Spaß macht oder wer keine Zeit hat, kann Klamotten auch spenden, an ein Flüchtlingsheim zum Beispiel oder an eine Hilfsorganisation. Eine weitere Möglichkeit ist aber auch, Ebay-Kleinanzeigen oder den Kleiderkreisel zu nutzen, um jemanden zu finden, der die Sachen noch braucht. Minimalismus kann man allerdings auch verschieden interpretieren, denn wenn man zuvor eine völlig überfüllte Wohnung hatte, so kann es auch schon minimalistisch sein, wenn alles ordentlich und nicht gequetscht in den Schrank passt.

Doch wie wird man als Schüler ein erfolgreicher Minimalist? Als erstes sollte man sich informieren. Es gibt zahlreiche Seiten, Videos, Bücher, Blogs oder Methoden, die zu empfehlen sind. Als Schüler hat man ja viele Dinge, die man braucht und nicht minimieren kann, wie zum Beispiel verschiedenfarbige Stifte und jede Menge Hefte und Bücher. Schüler können aber auch darauf achten, dass sie benutzte Hefte entweder geordnet aufbewahren oder gleich wegschmeißen, falls dort nicht wichtige Informationen enthalten waren. Allerdings kann man sich auch als Schüler von alten Klamotten oder Büchern trennen, welche man nicht mehr benutzt.

Am Arbeitsplatz kann man auch einiges ändern. Es ist erwiesen, dass man sich umso besser konzentrieren kann, je weniger Dinge auf dem Schreibtisch stehen. Dann arbeitet man produktiver und kann auch mehr Hausaufgaben erledigen. Der ideale minimalistische Schreibtisch würde wohl begrenzt sein auf ein paar Stifte, eine Lampe und eben Schulhefte. Generell heißt es aber nicht, dass man ein erfolgreicher Minimalist ist, wenn man einfach weniger Hausaufgaben macht. Hausaufgeben kann man nicht minimalisieren, die müssen gemacht werden, so viele es auch sind.