Wenn’s raucht, dampft und brodelt

Gerhard Walser

Von Gerhard Walser

Di, 07. September 2021

Emmendingen

Beim Emmendinger Kids Day am 11. September soll auch die Experimentierlust gefördert werden.

(mr). Wissenschaft und Technik zum Anfassen, das verspricht der erste Emmendinger Kids Day, den die Wirtschaftsförderung der Stadt sowie der Gewerbeverein gemeinsam mit den Kooperationspartnern, der Science & Technologie gGmbH und dem Verein Alumintzium, am Samstag, 11. September, auf dem Marktplatz veranstalten. Dabei könne an verschiedenen Ständen selbst experimentiert werden, oder die Besucherinnen und Besucher lassen sich bei vier je halbstündigen Wissenschaftshows unterhalten.

Nicht nur als Freizeitvergnügen soll der Kids Day genutzt werden. Die Hoffnung, Kinder für die sogenannten Mintfächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu begeistern, schwingt in allen Angeboten mit. "Und letztlich führt die Veranstaltung ja bei dem einen oder anderen dazu, dass er oder sie sich später einmal für einen Beruf in diesen Bereichen entscheidet", erklärte Hansjörg Jenne, Fachbereichsleiter bei der Stadt Emmendingen und zuständig auch für den Bereich Bildung, bei der Vorstellung des Kids Day.

Jenne selbst sieht die Veranstaltung gut platziert in Emmendingen, weise die Stadt doch eine entsprechende Tradition vor. Der Fachbereichsleiter schlug den Bogen dabei vom Jahr 1782 beginnend mit dem Flugpionier Carl Friedrich Meerwein über die Konstrukteure der Europarakete Ariane, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Emmendingen auf dem Ramie-Gelände lebten und wirkten bis hin zu Leonard Münchenbach und Leo Neff, die in diesem Jahr Bundessieger beim Wettbewerb Jugend forscht wurden.

Mit vier Angeboten sowie der Wissenschaftsshow präsentiert die Science & Technologie gGmbH aus Teningen ein Spektrum ihres Angebots. Die GmbH betreut zahlreiche Wissenschaftsprojekte, etwa an Schulen, sowie die Science Days, die jährlich im Europa-Park stattfinden. In Emmendingen können die Nachwuchsforscherinnen und -forscher die Welt der Edelsteine entdecken oder das eigene Smartphone in ein Mikroskop verwandeln. Kräutersalz selbst herstellen oder in die Welt der Farben eintauchen sind weitere Angebote. Zudem wird Joachim Lerch, viele Jahre für Science & Technologie aktiv, seine "Bühnenshow mit Wow" präsentieren. Bei den jeweils 30-minütigen Vorführungen (Beginn 10.30, 12, 13.30 und 14.30 Uhr) wird es rauchen, dampfen und explodieren. Aber, das versprechen die Macherinnen und Macher, alles bleibt ungefährlich.

Anfassen und anpacken ist auch bei den Angeboten vom Schülerforschungszentrum Alumintzium nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erbeten. Mittels 3-D-Druck und Lasertechnik können sich die Nachwuchsforschenden Gegenstände wie etwa einen Chip für Einkaufswagen selbst herstellen. Oder sie bauen mit Lego-Technik einen eigenen Roboter, den sie dann auch programmieren. Wie Umweltschutz praktisch vor Ort aussehen kann, das präsentieren Teilnehmende am Beispiel eines Projekts des diesjährigen Wettbewerbs Jugend forscht. Und letztlich wird für alle Rennfahrerinnen und Rennfahrer der Zukunft gezeigt, wie der Nachwuchs bei Alumintzium in einem Schweißkurs selbst eine Seifenkiste gebaut haben. Probefahrten mit dem Zweisitzer, der mit einer Akkubohrmaschine angetrieben wird, sind möglich.

Aufgestellt sind die jeweiligen Pavillons auf dem Marktplatz. Dabei werde, so die Verantwortlichen, darauf geachtet, dass die Corona-Regeln wie Abstand eingehalten werden. Zudem werden an den zwei Eingängen die Kontaktdaten erhoben. Die Teilnahme an allen Angeboten ist kostenlos. Anhängig von der Resonanz, so Jenne, werde überlegt werden, den Kids Day zum festen Bestandteil der Aktivitäten in der Innenstadt zu machen. Das dann in einem Zwei-Jahre-Turnus.