Molch

Wenn Sie recherchiert hätten...

Wolf Meinken

Von Wolf Meinken (Freiburg)

Mi, 07. April 2021

Leserbriefe

Zu: "Kammmolch ante portas", Unterm Strich von Franz Schmider (Politik, 24. März)

Die Absicht dieses wohl satirisch gemeinten Artikels über die Entfernung des Alpen-Kammmolches aus einem der letzten Refugien des bedrohten nördlichen Kammmolches in der Schweiz erschließt sich mir nicht.

Finden Sie es flach, sich mit so etwas Unwichtigem wie einem Molch zu beschäftigen? Oder meinen Sie, der Alpen-Kammmolch habe ein Recht darauf einzuwandern, und verwenden deshalb die völkisch angehauchte Rhetorik "Der Lebensraum des Nordmolches wird am Mühlbach verteidigt"? Wenn Sie recherchiert hätten, wüssten Sie, dass die Alpen-Kammmolche in Allschwil wahrscheinlich ausgesetzt wurden, die Art nicht eingewandert ist. Vielleicht wären Ihnen noch eine Reihe anderer invasiver Pflanzen- und Tierarten eingefallen, die für unsere Ökosysteme ein Problem darstellen. Satire darf alles. Fundament sollte sie schon haben. Wolf Meinken, Freiburg