US-Atombomben

Wer bedroht uns eigentlich?

Dieter Eiermann

Von Dieter Eiermann (Müllheim)

Mi, 20. Mai 2020

Leserbriefe

Zu: "Streit um die US-Atombomben in Deutschland", BZ und Agenturbeitrag (Politik, 4. Mai)
Endlich, möchte man ausrufen, fängt die SPD an, sich zu besinnen. Atomwaffen, aber auch das Zulassen von Operationen mit Drohnen zur völkerrechtswidrigen Tötung von Menschen, haben in unserem Land nichts zu suchen. Die Zahlen über die weltweite Hochrüstung, bei der die Bundesrepublik eine herausragend negative Rolle spielt, sollten aber darüber hinaus die gesamte Außenpolitik in Frage stellen, für welche die SPD mit verantwortlich ist. Nicht nur die aus der Luft gegriffene Forderung nach zwei Prozent Militärhaushalt vom Brutto-Inlandsprodukt, sondern auch die höchstens kontraproduktiv wirkenden und von außen diktierten Sanktionen gegen angebliche Feinde Deutschlands müssen auf den Prüfstand.

Wer bedroht uns? Seit Bismarck die gelbe Gefahr? Der Koalitionspartner CDU ist sich sicher, dass es statthaft ist, in der USA einen Auftrag über Kampfflugzeuge anzukündigen, den das Parlament noch nicht beschlossen hat. Die Ministerin, die als Vorsitzende der Partei gescheitert ist und ankündigte, nicht Mitglied in einem Kabinett Merkel sein zu wollen, demonstriert auch ihre Inkompetenz in Sachen Verteidigung. Dieter Eiermann, Müllheim