Zisch-Interview

"Wichtig, neugierig zu sein"

Matti Buhmann und Kai Bödecker,

Von Matti Buhmann, Kai Bödecker &

Fr, 24. November 2023

Zisch-Texte

Er arbeitet mit Robotern: Kai Bödecker ist Professor für Informatik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Zisch: Was ist denn überhaupt Ihr Job?

Bödecker: Ich bin Professor hier am Institut für Informatik an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Und ich leite die Arbeitsgruppe für Neurorobotik.

Zisch: Wie gefällt Ihnen Ihr Job?

Bödecker: Ich finde meinen Job total super. Der macht mir ganz viel Spaß, weil man da auch ganz viele unterschiedliche Sachen macht. Zum einen bin ich Forscher. Ich forsche an neuen Methoden für die künstliche Intelligenz und für maschinelles Lernen, um zum Beispiel Robotern neue Fähigkeiten beizubringen. Zum anderen bin ich aber auch Hochschullehrer. Das heißt, ich unterrichte Studierende, zum Beispiel in der Vorlesung Maschinelles Lernen oder noch anderen Sachen, die in die Richtung gehen. Das macht eine Menge Spaß. Dann hat man mit tollen Leuten zu tun, macht spannende Projekte. Und es gibt ganz viel Abwechslung. Das macht sehr viel Spaß.

Zisch: Für welche Jobs hätten Sie noch Ideen gehabt, also vor Ihrem jetzigen Job?

Bödecker: Ich wollte früher auch mal Arzt werden. Ich habe dann aber Informatik studiert, also Computerwissenschaften. In dem Bereich arbeite ich jetzt auch. Aber ich arbeite auch mit Medizinern zusammen, also mit Kolleginnen und Kollegen aus der Uniklinik. Da machen wir Projekte, bei denen wir versuchen, die Sachen, an denen wir arbeiten, in der Medizin zu benutzen. Wir schauen, wie man Maschinen beibringen kann, etwas aus Daten zu lernen – und das für verschiedene Fragestellungen in der Medizin.

Zisch: Seit wann machen Sie den Job?

Bödecker: Ich bin 2017 Juniorprofessor geworden. Universitätsprofessor bin ich jetzt seit diesem Jahr. Dieses Jahr habe ich auch die Arbeitsgruppe hier als Universitätsprofessor übernommen.

Zisch: Was für Tipps würden Sie anderen Studierenden geben, die Interesse an Ihrem Fachbereich haben?

Bödecker: Das kommt ein bisschen darauf an, in welche Richtung die Studierenden dann vielleicht gehen wollen. Ob sie zum Beispiel auch gerne später an der Uni arbeiten würden, oder ob sie lieber zum Beispiel bei einer Firma arbeiten wollen. Das ist ein bisschen was anderes. Deshalb würde ich da, glaube ich, unterschiedliche Tipps geben. Aber wenn man zum Beispiel an der Uni bleiben und weiterhin dort arbeiten möchte, dann ist es wichtig, neugierig zu sein, und dass man auch hart arbeitet. Und dass man einfach viel Spaß an der Forschung hat und sich da richtig reinhängt.

Zisch: Sind Sie Gruppenführer?

Bödecker: Ich bin Arbeitsgruppenleiter, leite also eine Arbeitsgruppe. An der Universität gibt es verschiedene Arbeitsgruppen, so nennt man das. Die sind meistens einer Professur zugeordnet und haben alle unterschiedliche Themen, die sie mit der Gruppe bearbeiten. Bei mir ist es eben die Neurorobotik.

Zisch: Können wir Ihnen noch ein paar private Fragen stellen?

Bödecker: Ja, gerne.

Zisch: Haben Sie Kinder?

Bödecker: Ich habe drei Kinder. Drei tolle Kinder.

Zisch: Wie alt sind die Kinder denn?

Bödecker: Meine Kinder sind zwölf, neun und sechs Jahre alt.

Zisch: Wie alt sind Sie?

Bödecker: Ich bin 47 Jahre alt.

Zisch: Dann wären wir jetzt fertig. Danke für das Interview!

Bödecker: Bitteschön, sehr gern geschehen. Habt ihr toll gemacht. Prima! Klasse!