Wie der Ofen zur Zentralheizung wird

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 03. März 2021

Haus & Garten

Wie der Ofen zur Zentralheizung wird

Viele Jahre führte sie ein Schattendasein im Heizungswesen, seit dem Klimapaket der Bundesregierung 2020 hat sie an Bedeutung gewonnen: die Wassertasche. Wer mit Holz heizt, dürfte den Begriff kennen. Die Wassertasche, auch Wasserregister genannt, macht aus einer Einzelfeuerstätte wie etwa einem Kaminofen eine Zentralheizung fürs Eigenheim.

Das Prinzip ist einfach, aber wirksam: Die Wassertasche, ein Element aus spiralförmig verlaufenden wasserführenden Rohren, befindet sich direkt neben dem Brennraum eines Ofens. Sie nimmt Wärme aus der Brennkammer auf und leitet sie weiter an einen Pufferspeicher, der die Verbrauchstellen im Haus versorgt. Die Wassertasche ist im Prinzip also eine Art Wärmetauscher. Während das Bauteil selbst in seiner Funktion recht einfach ist, sind Planung und Einbau einer wasserführenden Einzelfeuerstätte anspruchsvoll. Die Profis vom Fachbetrieb für Ofen- und Luftheizungsbau sorgen dafür, dass alle thermischen, physikalischen und hydraulischen Anforderungen fachgerecht umgesetzt werden, damit die Heizleistung genau auf den Bedarf angepasst ist.

Laut Bundesverband Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK) aktuell stark nachgefragt sind wasserführende Pelletöfen, deren Einbau mit 35 Prozent bezuschusst wird. Im Idealfall, so der Verband, wird die Einzelfeuerstätte mit einem Solarthermiesystem kombiniert.