Sport in der Pandemie

Wie könnte eine vernünftige Rückkehr der Sportfans in die Stadien und Hallen aussehen?

Andreas Strepenick

Von Andreas Strepenick

Sa, 18. Juli 2020 um 10:30 Uhr

1. Bundesliga

BZ-Plus Fußballvereine träumen von vollen Stadien zur Saison, Experten sorgen sich um Sportveranstaltungen als Superspreading-Events. Der Pharmakologe Fritz Sörgel sagt: "Beginnen wir mit zehn Prozent!"

Beim Fußball-Erstligisten Union Berlin träumen sie schon wieder von vollen Tribünen zu Beginn der neuen Saison im September. 22.000 Menschen dicht an dicht in der Arena? Für Wissenschaftler, die sich mit der Corona-Pandemie befassen, ist das eher ein Albtraum. Wie finden der Sport und seine Fans in Zeiten der Krise wieder zusammen? Der Nürnberger Pharmakologen Fritz Sörgel. Der 69-Jährige warnt: Stadien könnten sich zu den neuen Superspreadern entwickeln.
BZ: Herr Sörgel, Sie sind ein leidenschaftlicher Anhänger des Fußball-Zweitligisten 1. FC Nürnberg. Wann haben Sie zum letzten Mal ein Heimspiel des "Clubs" besucht?
Sörgel: Gerade-noch-Zweitligist könnte man sagen. Das Spiel war am Freitag, 6. März, gegen Hannover 96. Nürnberg verlor 0:3.

BZ: Wann werden Sie das nächste Heimspiel besuchen?
Sörgel: Wenn die Stadien wieder öffnen, wird man wohl zunächst die Besitzer von Dauerkarten berücksichtigen. Das sind beim Club um die 20 000. Ich selbst habe keine Dauerkarte. Vielleicht wird es irgendwann auch Losverfahren geben. Dann habe ich vielleicht das Glück, wieder dabei sein zu können.

BZ: Sie haben sich in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung klar positioniert in der Frage, wie es weitergehen soll mit Fans in den Fußballarenen. Sie warnen: Die Stadien könnten sich zu Superspreadern entwickeln. Zu Orten also, an denen sich sehr viele Menschen mit dem Coronavirus infizieren.
"22.000 Menschen in der Alten Försterei? Das ist ein nicht akzeptabler Vorschlag."

Sörgel: Mein Beitrag erschien in der vergangenen Woche. Inzwischen sind wir einen Schritt weiter. Erstligist Union Berlin will seine Tribünen schon zum Saisonstart Mitte September wieder voll besetzen, also 22.000 Menschen zulassen. Das ist ein nicht akzeptabler ...

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