Geldanlage

Klimaschutz: Anleger können mithelfen, Moore zu retten

Hermannus Pfeiffer

Von Hermannus Pfeiffer

Sa, 09. Januar 2016 um 00:01 Uhr

Wirtschaft

Moore sind nicht allein in Schottland verbreitet, es gibt sie auch in Deutschland, aber nur noch wenige. Wo man früher Torf stach, um ihn als Brennstoff zu verheizen, und Buchweizen anbaute, liegen heute bestenfalls Naturschutzgebiete.

Moore und Moneten – das passt trotzdem wieder zusammen. Ökologisch bewegte Anleger können ein Stück Moor erwerben, ganz finanzmarkt-like als Zertifikat oder Future. Ziel ist der Klimaschutz. Denn Moore sind gigantische Kohlenstoffspeicher.

Preußens König Friedrich II. ließ die Sumpflandschaften in seinem Reich einst im großen Stil trockenlegen. Dazu wurden Kanäle vor allem in Brandenburg und Ostfriesland angelegt, um die Moore zu entwässern. Abertausende Kolonisten aus ganz Deutschland, viele kamen aus dem damals armen Schwarzwald, siedelten sich auf den gewonnenen Parzellen an. Torf wurde gestochen, per Kahn und Torfschiff in die Städte transportiert, um dort als Brennstoff verkauft zu werden.

Brandrodungen machten die Böden der Siedler fruchtbar. Dörfer entstanden. Schiffbaubetriebe wie die Meyer-Werft in Papenburg – heute Weltmarktführer bei Kreuzfahrtschiffen – wurden gegründet. Die innere Kolonisation Deutschlands war wirtschaftlich und sozial erfolgreich.

Doch im Laufe der Zeit verschwanden viele Moore. Zu ihrer Trockenlegung trugen die Bändigung des wilden Oberrheins seit dem 19. ...

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