Ortenau

Herrenknecht im Interview: "Ich muss entscheiden"

Jörg Buteweg

Von Jörg Buteweg

Fr, 06. November 2009 um 00:10 Uhr

Wirtschaft (regional)

Er ist Gründer und Vorstandschef eines der größten Unternehmen in der Region. Martin Herrenknecht hat innerhalb von 30 Jahren eine Firma groß gemacht und das Tunnelbohren revolutioniert – und eckt auch mal an. Ein Interview.

Er führt nicht nur erfolgreich ein Unternehmen, sondern meldet sich auch zu politischen Fragen zu Wort. Diplomat ist er keiner – ein Gespräch über das Unternehmen, Politik und die Region.

Herr Herrenknecht, wie bringt man ein Unternehmen in 30 Jahren von 0 auf mehr als eine Milliarde Euro Umsatz?
Herrenknecht: Man muss einen Riecher haben. Und man muss gute Leute einstellen. Qualifiziertes Personal, das ist das Wichtigste. Man muss den Mitarbeitern vertrauen, so dass sie selbstständig arbeiten können. Dann muss man gute Beziehungen zu den Kunden aufbauen. Und man muss Rückschläge akzeptieren. Es geht nicht stromlinienförmig vorwärts.

BZ: Wo hatten Sie den richtigen Riecher?
Herrenknecht: Beim Tunnelbau wird traditionell viel gesprengt. Das ist risikoreich und langwierig. Man muss Sprengladungen anbringen, dann müssen sich die Arbeiter in Sicherheit bringen, es gibt eine Explosion, eine Staubwolke. . . Ich habe die Idee weiterentwickelt, es ohne Sprengen zu versuchen, das Gestein durch Druck zu zerbrechen – und das hat funktioniert. Allerdings haben die Vortriebsmaschinen von damals mit denen von heute nicht mehr viel zu tun. Die haben wir kontinuierlich verbessert, bis sie das können, was sie heute können.

BZ: Was können die Maschinen?
Herrenknecht: Beim Gotthard-Tunnel, wo unsere Maschinen eingesetzt werden, geht es an Spitzentagen bis zu 50 ...

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