Klimawandel

Öko-Institut in Freiburg: "Jetzt wird’s superkritisch"

Klaus Riexinger (Der Sonntag)

Von Klaus Riexinger (Der Sonntag)

So, 05. November 2017 um 18:39 Uhr

Wirtschaft (regional)

Der Sonntag Das Öko-Institut in Freiburg hat die Energiewende in die Welt gebracht – sowohl den Begriff als auch das Konzept. Dabei hat die Politik es in seinen Anfängen vor 40 Jahren gar nicht ernst genommen. Jetzt prognostiziert es eine dunkle Zukunft. Ein Gespräch.

Vor 40 Jahren wurde in Freiburg das Öko-Institut gegründet. Geschäftsführer Rainer Grießhammer blickt auf die bewegte Geschichte des Instituts zurück und warnt vor den verheerenden Folgen des Klimawandels. Entscheidend seien die nächsten 10 bis 20 Jahre. Mit ihm sprach Klaus Riexinger.

Der Sonntag: Herr Grießhammer, die Wurzeln des Öko-Instituts liegen im Widerstand gegen das geplante Atomkraftwerk in Wyhl. Wie kam es damals zur Gründung eines Forschungsinstituts?
Grießhammer: Die Bürgerinitiativen klagten damals gegen das AKW Wyhl, sie fanden aber keine unabhängigen Gutachter. Entweder arbeiteten die Gutachter für die Betreiber oder für die Genehmigungsbehörden – oder es waren überzeugte AKW-Befürworter. So entstand die Idee, einen Verein aus Wissenschaftlern zu gründen, der die Umweltbewegung berät.

Der Sonntag: Haben die Aktivisten der ersten Stunde dann ein Gutachten zu Wyhl erstellt?
Grießhammer: Ja – aber das waren eben wissenschaftlich erarbeitete Gutachten. In der evangelischen Akademie Tutzing gab es dann eine große Diskussion über Atomkraft mit dem damaligen Bundesforschungsminister Volker Hauff. Hauff sagte schließlich: Wenn ihr so viel gut begründete Kritik habt, dann ...

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