Das Miteinander stärken

Wund-Stiftung fördert regionale Projekte mit 40 000 Euro

Tanja Bury

Von Tanja Bury

Di, 30. November 2021 um 17:21 Uhr

St. Märgen

Ein neues Aufenthaltszelt, Sportgeräte, Spielplatz, Fangschutzmatten und mehr: Insgesamt werden sechs Vorhaben in fünf Hochschwarzwaldkommunen bedacht.

" Jetzt gilt’s, die Gesellschaft und das Miteinander zu stärken." Christoph Palm, Geschäftsführer der Josef-Wund-Stiftung, war am Montag in den Hochschwarzwald gekommen, um genau das zu tun. Mit 40 000 Euro unterstützt die von Bäderkönig Josef Wund gegründete Stiftung sechs Projekte in Titisee-Neustadt, Friedenweiler, Hinterzarten, Eisenbach und Schluchsee.

Seit 2018 engagiert sich die Stiftung im Hochschwarzwald, insgesamt sind in dieser Zeit 125 000 Euro in verschiedene Vorhaben geflossen. Josef Wund seien die Region und die Menschen ans Herz gewachsen. "Und auch wir fühlen uns sehr mit Ihnen verbunden", sagte Stiftungschef Palm bei dem kleinen Empfang für Gemeindevertreter und Projektträger in St. Märgen. Bürgermeister und Gastgeber Manfred Kreutz machte auf die schwierige Situation der Bäderbranche im vergangenen Corona-Jahr aufmerksam. Umso mehr sei der Einsatz der Josef-Wund-Stiftung zu schätzen: "Es ist toll, was Sie leisten." Doch Geld allein nütze nichts, wenn man die Menschen nicht hätte, die daraus einen Mehrwert für die Gesellschaft machen.

Dazu gehören beispielsweise die Ehrenamtlichen in Eisenbachs sporttreibenden Vereinen. Eine Inventur in der Wolfwinkelhalle hatte ergeben, dass die Grundausstattung an Sportgeräten längst nicht mehr dem heutigen Stand genüge, vieles sei veraltet oder gar beschädigt. "Die Bedarfsliste ergab Investitionen von 10 000 Euro", so Raphael Wunderle vom Skiclub Bubenbach. Ein neues Trampolin haben die Vereine angeschafft, 5000 Euro kommen von der Gemeinde, weitere 5000 Euro gibt die Wund-Stiftung dazu. "Die Geräte kommen diese Woche", freute sich Wunderle. Rund 80 Prozent der Nutzer seien Kinder und Jugendliche.

In Schluchsee werden die Anschaffung eines neuen Aufenthaltszelts für die Jugendfeuerwehr – das alte stammt von 1984 – und Fangschutzmatten im Außenbereich des Kindergartens St. Nikolaus mit insgesamt 5000 Euro gefördert. Weiter abgesichert wird damit das Kletterhaus, welches bei den 115 Kindern der Einrichtung sehr beliebt sei, wie Nadine Dietsche von Kindergarten sagte.

Der Jugendfond der Gemeinde Hinterzarten erhält ebenfalls 5000 Euro. "Damit soll die Jugendarbeit im Sport unterstützt werden", so Bürgermeisterstellvertreter Eugen Winterhalder.

12 500 Euro gehen nach Titisee-Neustadt für den Ausbau des Felsele-Erlebniswaldes. Ihm soll neues Leben eingehaucht werden. Die Gesamtkosten dafür liegen bei rund 20 000 Euro. Im Frühjahr wird es einen Aufruf an die Bürger geben, sich an der Aufwertung des Felseles als schönem Familienort zu beteiligen.

In Friedenweiler wird der Bau eines Mehrgenerationenspielplatzes mit 12 500 Euro unterstützt. Bürgermeister Josef Matt stellte das Projekt vor und verschwieg nicht, dass es im Entwicklungsprozess durch die Entscheidung des Gemeinderats für einen anderen Standort zu Enttäuschungen auf Seiten der Elterninitiative gekommen ist (die BZ berichtete). Ihre Vertreter hätten Matt deshalb auch nicht zu dem Termin nach St. Märgen begleiten wollen. "Ich habe heute den ersten Planentwurf für den Spielplatz bekommen. Und ich wünsche mir, dass wir mit ihm die enttäuschten Eltern wieder gewinnen können", so Matt. Er habe sich bei der Anmeldung des Projekts Gedanken darüber gemacht, ob es im Sinn von Josef Wund sei. "Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass er sagen würde: Die Sache passt."

Man habe volles Vertrauen, dass mit dem Geld verantwortungsbewusst und zum Wohl der Menschen umgegangen werde, sagte Geschäftsführer Christoph Palm. Es zeige sich vor allem in einer Zeit wie dieser, wie sehr man sich gegenseitig brauche. Auch im kommenden Jahr werde sich die Stiftung wieder im Hochschwarzwald engagieren.