Trabis, Mauer, Currywurst

Naina Ruther, Klasse 4, Grundschule Grunern-Wettelbrunn, Staufen

Von Naina Ruther, Klasse 4, Grundschule Grunern-Wettelbrunn & Staufen

Sa, 24. Oktober 2015

Zisch-Texte

Zum Tag der Einheit nach Berlin.

Am Tag der deutschen Einheit, 3. Oktober, war ich mit meinen Eltern und meinem Bruder in Berlin. Hier wurde dieser Tag ganz groß gefeiert. Ich sah Musikanten aus Hessen und Schleswig-Holstein, die zogen durch die Straßen. Am Abend spielten ein paar Bands am Brandenburger Tor, zum Beispiel Lena und Revolverheld – das war der Knaller!

Ich sah auch viele Trabis, das sind alte Autos aus der DDR. Die Leute mussten damals zehn bis 15 Jahre warten, bis sie so ein Auto bekamen – und auch auf manche Lebensmittel musste man lange warten oder anstehen, bis man sie bekam.

Das Brandenburger Tor stand früher auf der DDR-Seite. Wir machten mit einer Berlinerin eine Stadtrundfahrt. Mit ihr sind wir an Orte gekommen, die man als Touristen sonst nie zu sehen bekommt, zum Beispiel eine Berliner Currywurst-Bude mit ganz toller Wurst oder eine Oldtimer-Strandbar an der Spree, das ist der Fluss durch Berlin.

Auf der Spree kann man mit Schiffen fahren. Unser Schiff hieß "Köpenick" und hatte über 300 Plätze an Deck. Vom Wasser kann man Berlin ganz anders entdecken und alle Sehenswürdigkeiten ganz anders sehen. Auch sahen wir ein Brautpaar, welches vor dem Bode-Museum fotografiert wurde. Man konnte auch ein Stück der ursprünglichen Mauer sehen. Das befand sich in der Bernauer Straße. Dort schauten wir einen Film aus alten Zeiten an. In diesem sah ich, wie die Mauer gebaut wurde, und wie die Menschen versucht haben zu flüchten, indem sie aus den Fenstern kletterten.

Für mich war es ein ganz besonderer Tag.