Unfall mit Rad

Zu-Fuß-Gehende sind nirgends mehr sicher

Dorothee Markert-Knüfer

Von Dorothee Markert-Knüfer (Au)

Mo, 20. September 2021

Leserbriefe Freiburg

Zum Bericht "Radelndes Kind kollidiert mit Fußgängerin" (BZ vom 27. August).

Dass eine Frau in meinem Alter erheblich verletzt wurde, weil sie von einem erst vierjährigen Kind mit dem Rad auf dem Fußgängerweg über den Haufen gefahren wurde, macht mich sehr betroffen. Denn schon mehrmals konnte ich mich nur durch einen Sprung zur Seite vor einem ähnlichen Schicksal retten. Seit Kinder auf Gehwegen Rad fahren dürfen, inzwischen sogar bis zum Alter von zehn Jahren, womit manche auch ohne jegliches Unrechtsbewusstsein als Erwachsene nicht aufhören, sind Zu-Fuß-Gehende nirgends mehr sicher. Und das trifft vor allem ältere Menschen, die nicht so schnell reagieren können, um noch rechtzeitig den "Zusammenstoß" zu vermeiden. Da niemand den Kindern Rücksichtnahme beibringt, manche Eltern ermutigen sie sogar, sich den Weg frei zu klingeln, können sich ältere und gebrechliche Menschen immer weniger aus dem Haus trauen. Ich wünsche mir daher, dass überall dort, wo es sichere Radwege gibt, die Kinder auch auf diesen fahren müssen. Es ist nicht einzusehen, dass es den Zu-Fuß-Gehenden aufgebürdet wird, auf die Kinder Rücksicht zu nehmen, während dies Radfahrenden nicht abverlangt wird. In dem Maße, wie das Radwegenetz ausgebaut wird, wäre dann irgendwann auf Gehwegen wieder gefahrlos zu Fuß gehen möglich.Dorothee Markert-Knüfer, Au