Zur Belohnung eine Bratwurst

dpa

Von dpa

Mo, 22. März 2021

Nordische Kombination

Fabian Rießle schafft’s beim Saisonfinale der Kombinierer in Klingenthal noch einmal auf Platz drei.

(dpa/str). Fabian Rießle freute sich zum Abschluss einer langen Saison auf eine besondere kulinarische Delikatesse. "Ich denke, dass wir nachher unseren Grill noch anwerfen werden und gemütlich eine Bratwurst essen", sagte der 30-jährige Schwarzwälder von der Skizunft Breitnau und lächelte. Rießle bescherte den deutschen Nordischen Kombinierern zum Finale in Klingenthal nochmal einen Podestplatz. Als Dritter musste er sich am Sonntag nur dem norwegischen Tagessieger und Gesamtweltcup-Gewinner Jarl Magnus Riiber und dessen Landsmann Espen Björnstad geschlagen geben.

"Mit dem dritten Platz kann ich sehr, sehr zufrieden sein", sagte Rießle in der ARD und ergänzte: "Es ist ein gutes Gefühl, mit einem Podestplatz in die Pause zu gehen." Der Schwarzwälder hatte sich im Zielsprint des zehn Kilometer langen Skilanglaufrennens mit einer Energieleistung gegen den österreichischen Doppelweltmeister Johannes Lamparter durchgesetzt. Grund zur Freude hatte auch Vinzenz Geiger. Der Oberstdorfer verteidigte seinen zweiten Rang im Gesamtklassement gegen den Japaner Akito Watabe. Dafür reichte Geiger Platz sechs am Sonntag. Der Oberrieder Manuel Faißt vom SV Baiersbronn wurde als drittbester Deutscher Zehnter, Eric Frenzel lief auf Rang zwölf. Insgesamt ist das Winterfazit der Kombinierer allerdings durchwachsen. Zwar schafften es in Geiger, Rießle (4.) und Frenzel (5.) drei Deutsche unter die besten Fünf der Weltcup-Gesamtwertung. Doch an den überragenden Riiber kam das Team von Bundestrainer Hermann Weinbuch nicht konstant heran. Zudem lief auch die Heim-WM in Oberstdorf nicht so gut wie erhofft. Riiber hatte sich schon in den beiden vergangenen Jahren im Saisonklassement klar durchgesetzt. "Bei der WM hätte ich mir natürlich schon eine Einzelmedaille gewünscht, es hat aber leider nicht ganz so gut funktioniert", sagte Rießle. Der Kirchzartener hatte in Oberstdorf Silber und Bronze mit dem Team geholt. "Aber wir haben in diesem Winter einen Schritt in die richtige Richtung gemacht", fügte er mit Blick auf die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking hinzu. "Darauf wollen wir aufbauen."

Am Samstag hatte es Rießle auf Rang neun geschafft, Manuel Faißt glänzte als bester deutscher Starter auf Platz vier. In der Weltcup-Gesamtwertung landete Faißt auf dem zehnten Rang. Das Saisonfinale war nach Klingenthal verlegt worden, weil die Schneedecke für das Skilanglaufrennen in Schonach im Schwarzwald vor zwei Wochen nicht mehr auszureichen schien, um dort wieder den Schwarzwaldpokal auszurichten. Es gehört zur besonderen Ironie dieses Winters, dass es nach der Absage so stark schneite, dass es doch noch hätte klappen können mit dem Weltcup.