Zwei machen Rambazamba

Erhard Goller

Von Erhard Goller

Fr, 06. März 2020

Mountainbike

Brandl und Schwarzbauer bei MTB-Rennen schon gut in Form.

LARNAKA (goll). Die beiden Lexware-Gespanne Max Brandl/Georg Egger und Luca Schwarzbauer/David List haben das Afxentia Mountainbike-Etappenrennen auf Zypern auf den Plätzen fünf und sieben beendet. Brandl und Schwarzbauer haben schon eine gute Form gezeigt.

Vor allem nach dem abschließenden Cross-Country-Rennen war Max Brandl sehr zufrieden. Er kam mit 35 Sekunden Rückstand auf den Tagesschnellsten Alan Hatherly (Südafrika) als Dritter ins Ziel. "Für mich lief es ganz gut. Am Anfang habe ich die erste Gruppe verpasst, aber ich konnte die Lücke nach vorne schließen. Ich habe das alleine gemacht und dann gebangt, ob das so clever war", sagte Brandl. Er löste sich von der Verfolgergruppe, hatte sogar Kontakt zum Spitzenduo Alan Hatherly und Bartlomej Wawak (Polen), doch gegen Ende musste er kämpfen, um die Verfolger auf Distanz zu halten.

Weil das Afxentia dieses Mal als Zweier-Team-Rennen ausgetragen und die Ergebnisse der beiden Partner einfach addiert wurden, war die Freude bei Brandl über die gute Leistung am vierten und letzten Tag verhalten. Denn Partner Georg Egger war nicht in der Verfassung ("ich hatte keine Power"), die er sich für den Wettkampf gewünscht hätte. Egger war zwei Tage vor dem Start auf die Schulter gestürzt. Vermutlich waren es die Prellungen, die bei ihm auf der zweiten Etappe Rückenprobleme verursachten. Er und Brandl beendeten das Zeitfahren als Elfte. Nach der dritten Etappe in Lythrodontas lagen sie unter den besten Zehn und konnten sich so von Position neun in der Gesamtwertung auf fünf nach vorne schieben. Diesen Platz konnten sie durch Brandls starke Leistung halten. So standen ein fünfter Rang und jeweils 70 Weltranglistenpunkte zu Buche, 17:45 Minuten hinter den Siegern Ondrej Cink/Bartlomej Wawak (Tschechien/Polen). Der 22-jährige Brandl realisierte die drittbeste Einzelzeit in der viertägigen Konkurrenz.

In auffällig guter Form präsentierte sich auch Luca Schwarzbauer. Der Nürtinger war im Einzelranking Achter. Am Samstag hatte er sich auf der 63,5 Kilometer langen Etappe prächtig verkauft und in der Verfolgergruppe mitgehalten. Auf den letzten 15 Kilometern habe er noch "Rambazamba" gemacht. Er kam als Sechster und bester Lexware-Fahrer ins Ziel. Tags darauf beim Cross-Country-Rennen im Macheras-Gebirge wurde er wieder Sechster. "Wir waren immer in Reichweite der Spitze. Ich glaube, ich bin in richtig guter Verfassung. Ich kann mit den Frühjahrsspezialisten mithalten, obwohl ich im Winter nichts Besonderes gemacht habe", bilanzierte Schwarzbauer.