Ein Besuch in Bombay

Das letzte Zuhause der Aidswaisen

Di, 23. Dezember 2008 um 12:18 Uhr

Panorama

Unwissenheit und Armut – das sind die Hauptgründe für die Verbreitung von Aids. In den indischen Großstädten leiden besonders die Kinder. BZ-Redakteurin Frauke Wolter hat sie besucht.

Sie liegen in Zugabteilen, neben den Gleisen, manchmal sogar im Müll. Kinder, neu geborene Babys darunter, deren Eltern im Slum ums Überleben kämpfen. Sie sind selbst HIV-infiziert und können nicht auch noch kranken Nachwuchs versorgen. Arti zum Beispiel war etwa sieben Jahre alt, als sie an einer Straße der Millionenmetropole Bombay ausgesetzt wurde. Autos rauschten an ihr vorbei, Menschen stiegen achtlos über sie. Bis jemand Mitleid hatte mit dem apathischen Mädchen mit den erschreckend dünnen Armen und Beinen und dem strohigen Haar. Sie wurde zu der christlichen Hilfsorganisation "Helpers of Mary" gebracht, die nahe Bombay das Heim "Naya Jeevan" für Kinder aus Leprafamilien und ein Aidswaisenhaus betreibt. Dort starb Arti nach einigen ...

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