Schmutziger Donnerstag

14 Last-Minute-Tipps für Dein Fasnetkostüm

Aaron Hohberger, Saskia Burkart und Viola Priss

Von Aaron Hohberger, Saskia Burkart & Viola Priss

Do, 20. Februar 2020 um 11:34 Uhr

Stadtgespräch (fudder)

Du bist zu spät dran, hast noch kein Kostüm für die Fasnet und willst aber trotzdem am Fasnetsrummel in und um Freiburg teilnehmen? fudder hat 14 Tipps wie Du Dich schnell und einfach verkleiden kannst.

Punkerin oder Punker

Eine alte Jeans, abgetragene Sneaker oder im besten Fall Stiefel, ein etwas älteres oder auch kaputtes Oberteil (im besten Fall natürlich eine Jeansjacke) – es fehlen nur noch die Haare. Die kann man je nach Länge einfach etwas zerzausen oder zu einem Iro stylen. Noch schnell die Haare farbig ansprayen und die Augen mit etwas Kajal bearbeiten: Schon ist die Punkerin oder der Punker fertig.

Micky oder Minnie Maus

Vielleicht liegt ja irgendwo noch ein Pappkarton herum. Diesen nutzen um zwei große Ohren, mit wahlweise einer Schleife in der Mitte, auszuschneiden. Dann muss man sie nur noch mit einem Edding schwarz anmalen und am besten an einem Haarreif festkleben. Ein schwarzes oder auch gepunktetes Oberteil anziehen und fertig ist die Micky Maus.



Diebin oder Dieb

Irgendwie sind sie düster faszinierend – und man kann sich schnell und einfach in eine oder einen verwandeln. Eine schwarze Hose, ein schwarz-weiß gestreiftes Oberteil, möglicherweise eine Haftnummer, die man auf Papier malen und dann mit zwei Sicherheitsnadeln am Oberteil befestigen kann. Es fehlt nur noch eine Augenbinde und eine Mütze. Toppen kann man das Kostüm noch mit einem prall gefüllten Sack voller Diebesbeute.



Der Joker

Durch den Oscar für Joaquin Phoenix ist er noch berühmter geworden – der Joker aus Batman. Und es ist nicht zu schwer. Mit etwas Schminke und im besten Falle mit Hemd und Weste kann man ihn schnell imitieren. Der einzige Nachteil ist der Bekanntheitsgrad des Kostüms. Kann aber auch ein Plus sein. Möglicherweise trifft man andere Joker auf der Straße.

Einhorn

Auch wenn es jahrelang zu viel gehypt wurde, dieser Tipp ist einfach schön anzuschauen und sticht mit Sicherheit aus der Menge heraus. Mit einem kegelförmig gerollten Papier kann man eine tolle Einhorn-Frisur formen. Die Haare werden um den Kegel gewickelt und mit Haarnadeln und Haarspray befestigt. Jetzt fehlt nur noch ein bisschen Farbspray und natürlich vieeeeel Glitzer.

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#einhorn #unicorn #einhornliebe #einhornfrisur

Ein Beitrag geteilt von Die coolsten Einhornsachen❤️ (@_unicorns__) am Aug 21, 2017 um 7:13 PDT



Strichmännchen

Man nehme eine Rolle schwarzes Klebeband und weiße Kleidung – schon ist man ein Strichmännchen. Auf die Hosenbeine wird jeweils ein Streifen längs nach oben geklebt, anschließend kommen ein langer Streifen über den Bauch und zwei über die Ärmel des Oberteils. Für die perfekte Illusion kann ein Pappteller schwarz umrandet und ein Gesicht aufgemalt werden. Wer nur schwarze Kleidung zur Verfügung hat, nimmt einfach weißes Klebeband – der Effekt ist der gleiche.





Minion

Die niedlichen gelben Wesen haben sich zu echten Kultfiguren entwickelt. Man selbst kann sich ganz leicht in einen verwandeln: Aus dem Kleiderschrank einen gelben Pullover und eine Jeans-Latzhose suchen. Für die Kulleraugen, kann zusätzlich eine Schwimmbrille aufgesetzt werden.

Maps

Sie war schon oft der Retter in der Not: Die bekannte Navigationsapp Google Maps zeigt gelbe Straßenwege auf einem grauen Hintergrund. Aber wie lässt sich das als Kostüm umsetzen? Auf ein graues T-Shirt werden gelbe Streifen Klebeband geklebt, die verschiedene Straßen darstellen. Besonders Kreative können zusätzlich noch Symbole für Bahnstationen oder Restaurants ausdrucken und dazukleben. Der besondere Clou: Es lässt sich auch ganz einfach zu einem Partnerkostüm erweitern. Einfach aus roter Pappe zwei Kreise ausschneiden, den einen mit dem Buchstaben A den anderen mit dem Buchstaben B beschriften. Diese dann an zwei Haarreifen kleben, schon verwandelt man sich in zwei Standorte.

Kaktus

Im Internet gibt es zahlreiche Kaktus-Kostüme für teilweise mehr als 30 Euro. Doch es geht auch günstiger: Man nehme einen dunkelgrünen Pullover mit großen Maschen. Dazu weiße Pfeifenputzer, die in kurze Stücke geschnitten werden. Diese werden mit den Maschen des Pullovers verknotet - schon sieht es aus, als hätte man Stacheln. Wer mag kann noch eine rosafarbene Blume in sein Haar als Kaktusblüte setzen.

Sims

Lust auf ein wenig PC-Nostalgie? Seit Anfang der 2000er gibt es das Computerspiel, in dem Männchen mit grünen Diamanten auf dem Kopf herumlaufen. Mit wenigen Handgriffen wird man selbst zur virtuellen Figur. Aus grüner Pappe bastelt man zwei gleichgroße sechsseitige Pyramiden, die man an der flachen Seite aneinander klebt. Durch den entstandenen Diamant wird ein Stück Draht gesteckt und an einem Haarreif befestigt. Von weitem sieht es dann so aus, als hätte man einen Diamanten über dem Kopf schweben.



Die Mumie

Vielleicht erinnert sich der ein oder die andere noch an dieses Kostüm aus Kindertagen. Mama hatte zu spät dran gedacht, dass es wieder so weit ist mit dem Verkleiden, da wurde in der Tapezier- und Apothekenkiste gekramt. Et voilà: Das Kind an Armen, Beinen und Bauch mit doppelseitigem Klebeband eingeschlungen, etwa sieben Toilettenpapierrollen und Reste von Mull drumherumgewickelt, fertig ist die Mumie. Die Augen schwarz umrandet bist Du in dem Outfit außerdem zu 100 Prozent anonym. Nur regnen sollte es nicht.

Der Regenbogen

Alle mögen ihn, besonders bei Schmuddelwetter.

Der Profi hält sich natürlich an den zuvor recherchierten, meteorologisch korrekten Farbverlauf: Violett ganz unten (Strümpfe), danach folgen zwei Blautöne (Strumpfhose, Kniestrümpfe) zunächst Dunkelblau und dann Hellblau, dann Grün (Rock). Die dritte Farbe von oben ist Gelb (Oberteil), Orange (Schal) und Rot als ganz oben (Mütze, Haare). Wattebäusche ins Haar und blaue Regentropfen aus buntem Bastelpapier auf den Rock: You are the sunshine!

Der Emoji

An Einfachheit kaum zu überbieten: Pappteller genommen, gelb angemalt, Smiley mit Edding drauf gezeichnet und mit Gummischnur ums Gesicht gehängt: fertig ist der Emoji. Tipp: Mit Herzchen vor dem Mund ist Dir Sympathie auf jeder Fasnets-Party garantiert.



Die Zeitung:

Print is not dead: Sei Aufklärung, sei brandaktuell, und dabei noch 100 Prozent recyclebar. Einfach eine alte Zeitung nehmen, oder eine kaufen (und zuerst lesen), eine Doppelseite zu langen Striemen falten, das ganze aneinander tackern und in einen Rüschenrock stecken. Eine Seite zur großen Schleife am Haarreif drapieren: fertig ist das Print-Girl oder der Print-Boy. Journalismus kann auch nachhaltig sein.