NABU

18 Kinder besuchten den Imker Remo Trenkler in Rheinfelden-Herten

Martin Eckert

Von Martin Eckert

So, 18. August 2019 um 16:59 Uhr

Grenzach-Wyhlen

18 Kinder aus Grenzach-Wyhlen erlebten in Herten einen lehrreichen und honigsüßen Tag bei Imker Remo Trenkler. Die Kleinen waren sich einig: "Das ist der weltbeste Honig."

Ein Tag rund um die Biene fand am Samstag für Kinder statt. Das Jugendreferat Grenzach-Wyhlen und die Umweltorganisation NABU (Naturschutzbund) konnten mit Remo Trenkler einen engagierten Imker gewinnen, der sofort von der Idee begeistert war, den Kindern etwas über die Bienen zu vermitteln. Er öffnete seine in Herten stehenden Beuten.

Unter dem Titel "Die faszinierende Welt der Honigbiene" ging es am Samstagmorgen für die 18 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren mit einer kleinen Wanderung vom Treffpunkt bei der Kirche in Herten in Trenklers Garten. Dieser liegt idyllisch am Waldrand zwischen Herten und Degerfelden. Dort kümmert sich der begeisterte Imker seit zwei Jahren um seine inzwischen zehn Bienenvölker. Dabei geht es ihm nicht um einen maximalen Honigertrag, sondern darum, gesunde und naturnahe Bienenvölker zu haben. "Mir ist es wichtig, dass die Bienen gesund sind, und wenn dann noch etwas Honig für mich übrig bleibt, ist das auch schön", so seine Einstellung.

Immer mit der Ruhe
"Bienen sind eigentlich ganz liebe Tierchen. Ihr müsst Euch einfach ruhig bewegen, nicht nach ihnen schlagen, nicht zu schnell rumflitzen und nicht vor die Einfluglöcher stellen, da reagieren die Bienen allergisch", erklärte er zu Beginn. Für den Fall eines Bienenstichs hatte er auch ein Notfallset dabei, dass allerdings nicht gebraucht wurde.



Spielerisch forschen
Aufgeteilt in drei Gruppen ging es auch schon los. Mareike Stächelin vom Jugendreferat und Eva Althof vom Nabu hatten sich für die Aktion gemeinsam ein abwechslungsreiches Programm überlegt. Die Kinder machten begeistert mit. Da trübte auch ein kurzer Regenschauer nicht die gute Laune. So galt es etwa, einen Blumentopf zu bemalen und mit Ringelblumen zu bepflanzen. Auch konnte spielerisch erforscht werden, warum die Waben sechseckig sind. So mussten es aus gleichlangen Kartonstreifen ein Kreis, ein Dreieck, ein Quadrat und ein Sechseck geformt werden. Danach wurde geschaut, in welche Form die meisten Murmeln passen. Klarer Sieger war das Sechseck. Genauso bilden Seifenblasen, wenn sie wieder eingefangen werden meist Sechsecke, oder nebeneinander gelegte Knetkugeln die gepresst werden. "Das Sechseck ist die Form mit der Platz und Baumaterial am besten ausgenutzt werden", erklärte Althof.

Schmackhafter Honigtest
Mit Trenkler ging es dann ausgestattet mit der passenden Schutzkleidung an die Bienenstöcke. Durch Glasscheiben in den Beuten konnte das erstaunliche Innenleben der Bienenvölker bestaunt werden. Gleichzeitig erzählte er auch jede Menge Wissenswertes über die fleißigen Tierchen, ihren Lebenszyklus, den Honig und ihr Leben im Schwarm.

Zum Abschluss gab es dann noch Honig zum probieren. Erst das billige Massenprodukt aus dem Discounter, dann ein hochwertiger Honig aus Kreta und zum Abschluss ein frisch von den Bienen gemopstes Stück Bienenwabe, aus welcher der Honig gesaugt werden musste. Einig waren sich da alle: "Das ist der weltbeste Honig", bevor dann wieder gemeinsam der Rückweg zu den wartenden Eltern angetreten wurde.