Volleyball

1844 Freiburg ringt Haching mit 3:2 nieder - Abstiegskampf ganz eng

Hannes Selz

Von Hannes Selz

So, 24. März 2019 um 00:56 Uhr

Volleyball

Abstiegskampf in der zweiten Volleyball-Bundesliga ist nichts für schwache Nerven. Die FT 1844 gewann zwar gegen Haching II im Tiebreak, verlor aber im Fernduell mit Gotha einen Punkt.

Zweite Bundesliga Männer: FT 1844 Freiburg – Alpenvolleys Haching II 3:2 (24:26, 25:15, 25:22, 21:25, 15:13). Die FT hat das wichtige Spiel im Abstiegskampf gegen den Erstliga-Unterbau der Alpenvolleys vor frenetisch mitgehenden 750 Zuschauern in der Burdahalle gewonnen. Das Spiel war am Samstagabend in seiner Bedeutung für die Freiburger kaum zu übertreffen: Bereits zum Spielbeginn um 20 Uhr stand fest, dass die Blue-Volleys Gotha, der direkte Konkurrent der FT im Kampf um den Ligaverbleib, im Fernduell gegen Fellbach mit 3:0-Sätzen gewonnen hatten. Die FT musste also liefern.

1. Satz: 24:26

Das Spiel startete für die FT denkbar schlecht, sofort gewannen die Gäste aus Unterhaching drei Ballwechsel. Erst als FT-Kapitän Marcus Gensitz der erste Punktgewinn bei eigenem Aufschlag zum 4:6 gelang, wachte die Affenbande auf, glich aus und ging beim 16:15 erstmals in Führung. Die Gäste kamen jedoch besser aus der zweiten technischen Auszeit und hatten beim Stand von 24:22 zwei Satzbälle, die die Freiburger noch abwehren konnten. Den dritten Satzball verwandelten die Alpenvolleys zum Satzgewinn.

2. Satz: 25:15

Der zweite Durchgang war anfangs hart umkämpft. Zunächst schien die FT beim Stand von 8:5 zügig wegzuziehen, doch die Gäste konterten mit einer Vier-Punkte-Serie und gingen selbst in Führung. Mit den lauten Anfeuerungsrufen der Fans im Rücken spielten sich die Freiburger aber immer mehr in einen Rausch: Starke Blocks der Gastgeber sorgten für den am Ende deutlichen Satzgewinn.

3. Satz: 25:22

Der dritte Satz war zunächst ein Spiegelbild des ersten: Die Gäste gewannen die ersten drei Ballwechsel, ehe die Freiburger besser wurden und beim Stand von 14:14 zum ersten Mal ausglichen. Angeführt vom erfahrenen Janik Kühlborn, der wenige Tage zuvor exta aus Leipzig gekommen war und in dieser Saison erst sein fünftes Spiel bestritt, behielt die FT am Ende den längeren Atem: Kühlborn war es auch, der den ersten Satzball der FT nach einem schnellen Angriff über die Außenposition verwandelte.

4. Satz: 21:25

Der vierte Spielabschnitt gestaltete sich hochspannend. Erneut starteten die Gäste besser, abermals kam die FT zurück, glich aus und ging beim Stand von 11:10 zum ersten Mal selbst in Front. In mehreren Situationen verpassten es die Freiburger in der Folge aber, den Vorsprung auszubauen. Die Alpenvolleys zogen mit einer Drei-Punkte-Serie auf 22:17 davon und verwandelten den dritten Satzball zum Satzausgleich.

5. Satz: 15:13

Mehr Spannung geht kaum: Die FT startete stark in den Entscheidungssatz und lag zwischenzeitlich mit 11:5 vorne, schien mit zunehmender Dauer aber etwas nervös zu werden. Letztlich war es der an diesem Abend bärenstarke Giovanni Böwer, der nach Spielende zum wertvollsten Spieler des Spiels (MVP) geehrt wurde, der den dritten Matchball verwandelte und für Ekstase unter den Freiburger sorgte.

Da der Sieg im Tiebreak für die Tabelle nur zwei Punkte einbringt, haben die Freiburger den Klassenerhalt jetzt nicht mehr in der eigenen Hand. Die FT rangiert weiterhin auf einem Abstiegsplatz und hat momentan 3 Punkte Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Auf diesem hockt Gotha, wobei die Thüringer bereits ein Spiel mehr absolviert haben. Mit einem Sieg der Freiburger an diesem Sonntag, 16 Uhr, in der Burdahalle gegen das auf dem letzten Tabellenplatz rangierende Volleyballinternat Friedrichshafen, könnte die Affenbande nach Punkten (und Siegen) mit Gotha zumindest gleichziehen. Allerdings spricht das danach entscheidende Satzverhältnis derzeit für Gotha (minus sechs) und gegen Freiburg (minus zwölf). Nach diesem Sonntag stehen noch zwei Spieltage aus.