Wissenswert

5 Fakten über Brezeln

Michael Heilemann

Von Michael Heilemann

Fr, 10. Juli 2020 um 19:30 Uhr

Panorama

Fest steht: Dies ist ein Laugengebäck. Ansonsten aber gibt es bei der Brezel viele handwerkliche und regionale Unterschiede. Hier sind fünf Fakten zum Stolz des Bäckers, mal wichtig, mal kurios.

Feine Unterschiede

Vorsicht, Verwechslungsgefahr: Es gibt die schwäbische Brezget (Bild), die einen dicken Bauch und dünne, tiefergelegte Ärmchen hat. Bei der bayerischen Brezn ist beides gleichermaßen stämmig. Außerdem hat die keinen Schlitz im Bauchbereich.

Die Herstellung

Eine handgeschlungene Brezel schmeckt anders als eine aus der Maschine, nämlich "rescher" (Schwäbisch für knusprig). Das liegt am Teig. Für die Maschine (Output mehrere tausend Stück pro Stunde) muss er dicker und fester sein, sonst reißt er.

Begnadet und begnadigt

Eine der vielen Entstehungslegenden datiert ins Mittelalter. Danach soll ein zum Tode verurteilten Bäcker aus Bad Urach begnadigt worden sein, weil er wie gefordert ein Gebäck erfand, durch das "die Sonne dreimal scheint".

Namensgebung

Das Wort Brezel leitet sich vom lateinischen bracchium (Arm) ab.

Handarbeit

Kenner sagen, man könne an der Lage des Knotens erkennen, ob ein Rechts- oder Linkshänder eine Brezel geschlungen habe.