5000 Quadratmeter für die Schüler

Sophia Hesser

Von Sophia Hesser

Sa, 07. Dezember 2019

Offenburg

In den kommenden zwei Jahren entsteht an der Gewerblich-Technischen Schule in Offenburg ein weiterer Neubau.

OFFENBURG. Ein weiterer Neubau für die Gewerblich-Technische Schule entsteht an der Moltkestraße in Offenburg. Die Baugrube reißt ein großes Loch neben die schon bestehenden zwei Neubauten der Schule. Am Donnerstag legten nun Landrat Frank Scherer und Schulleiterin Monika Burgmaier gemeinsam mit Baubürgermeister Oliver Martini und Architekt Gunnar Lehmann den symbolischen Grundstein. 26 Millionen Euro soll der Neubau kosten, Ende 2021 soll er fertig sein.

Etwa 5000 Quadratmeter Nutzfläche in einem L-förmigen Gebäude mit Flachdach sollen den Schülern am Ende zur Verfügung stehen – aufgeteilt in Räume für Unterricht, EDV, Labore, Werkstätten, aber auch Lern- und Aufenthaltsbereiche wie etwa die Cafeteria. 270 Schüler vom Technischen Gymnasium werden aus der Okenstraße in die Moltkestraße umziehen.

Fast 3000 Schüler besuchen derzeit die Gewerblichen Schule und lernen in den Bereichen Bautechnik, Elektrotechnik, Holztechnik, Körperpflege, Kfz-Technik und Metalltechnik. Zwei Neubauten stehen ihnen schon zur Verfügung, die für rund 20 Millionen Euro entstanden sind. Sie werden mit dem nun entstehenden Gebäude durch eine Brücke verbunden. In zwei weiteren Bauabschnitten sollen außerdem noch weitere Schulräume und Werkstätten ersetzt und eine Sporthalle gebaut werden.

Die Schule sei aktuell das größte Einzelbauprojekt des Ortenaukreises, erklärte Landrat Frank Scherer bei der Grundsteinlegung, die auch eine Grundsteinlegung für gute Bildung sei. "Mit dem Neubau setzen wir ein deutliches Zeichen zur Stärkung des Bildungs- und Wirtschaftsstandorts Ortenau und betonen den hohen Stellenwert, den Berufliche Schulen gerade auch im Ländlichen Raum haben." Dass der Kreistag sich 2003 einstimmig für die Erweiterung ausgesprochen habe, zeige, dass solche Vorhaben, wenn sie sinnvoll sind, über Parteigrenzen hinweg umgesetzt werden. Einer der Vorteile des Bauprojekts sei, dass die Schule nicht mehr auf vier Standorte verteilt sei, "wir können bald alle an einem Standort vereinen", sagte Scherer. Fördergelder vom Land gebe es für den Abriss und Neubau nicht, man hoffe aber auf einen ordentlichen Zuschlag für die Cafeteria. Als "vorbildliches Vorhaben" bezeichnete Baubürgermeister Oliver Martini den Bau. Das Schulprojekt sei ein besonderer Auftrag für sein Architekturbüro, erklärte Gunnar Lehmann, das auch seine Angestellten in ihrer Ausbildung weitergebracht habe.

Dass man nun endlich zusammenwachse, erfreut Schulleiterin Monika Burgmaier, "so können wir die Schmerzen in den kommenden zwei Jahren aushalten", erklärte sie in Hinsicht auf die Bauarbeiten. Jetzt entstehe etwas Neues, und "wir freuen uns darauf, das Gebäude mit Leben ausfüllen zu können."