Wahl

64 Prozent der Stimmen – Schlatterer bleibt Oberbürgermeister in Emmendingen

Gerhard Walser

Von Gerhard Walser

So, 24. Mai 2020 um 20:11 Uhr

Emmendingen

Stefan Schlatterer bleibt für weitere acht Jahre Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Emmendingen. Bei der Wahl am Sonntag kam der Amtsinhaber auf gut 64 Prozent der Stimmen.

Das 52-jährige CDU-Mitglied konnte sich bei der Wahl am Sonntag gegen seine grüne Mitbewerberin Susanne Wienecke (57) durchsetzen und holte 7283 gültige Stimmen – das entspricht 64,29 Prozent.

Die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin, Kreisrätin und Fraktionssprecherin der Grünen im Gemeinderat, die schon 2012 gegen Schlatterer kandidiert hatte, kam auf 35,35 Prozent (4004 Stimmen). 41 Stimmen entfielen auf andere Menschen.
Stimmabgabe nur mit Mundschutz: Wahltag in Emmendingen

Wegen des Coronavirus stand die Wahl unter strengen Hygienevorschriften. Gewählt wurde zentral in drei städtischen Hallen anstatt wie üblich in 14 Wahllokalen. Im Vorfeld wurde verstärkt für die Briefwahl geworben, was der überwiegende Teil der 21.700 Wahlberechtigten auch beherzigte.

Dennoch lag die Wahlbeteiligung mit 53 Prozent deutlich höher als vor acht Jahren, als nur 43,6 Prozent der Emmendinger zu den Urnen gegangen waren. Damals hatte Schlatterer 64,5 Prozent, seine Konkurrentin 35,3 Prozent der Stimmen erhalten – also eine beinahe identische Verteilung.

Kritik am Festhalten der OB-Wahl während der Corona-Pandemie hatte es im Vorfeld gegeben. Zwar wurde der Termin um einen Monat verschoben, doch ein Wahlkampf mit Abstand fand nur in Maßen statt, eine persönliche Begegnung mit den Wählerinnen und Wählern war aufgrund der Beschränkungen und des noch geltenden Versammlungsverbots kaum möglich.
Weitere Informationen und Reaktionen: Der Emmendinger Oberbürgermeister wird mit rund 64 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt – restlos zufrieden ist er aber nicht.


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