Pandemie

Ab heute gelten schärfere Corona-Regeln in Frankreich

Bärbel Nückles

Von Bärbel Nückles

Mi, 21. Juli 2021 um 07:36 Uhr

Elsass

Die Infektionszahlen in Frankreich steigen, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 75: Trotz Protesten treten jetzt Verschärfungen der Corona-Regeln in Kraft – im Kultur- und Freizeitbereich gilt jetzt die 3G-Regel.

Trotz Protesten treten in Frankreich ab Mittwoch verschärfte Corona-Regeln in Kraft. Beim Besuch von Kulturveranstaltungen, Kinos, Freizeitparks, Theater und Museen ist ein negativer Corona-Test (nicht älter als 48 Stunden), ein Impf- oder ein Genesenennachweis vorzulegen. Deutsche Staatsbürger können ihr digitales Impfzertifikat vorzeigen. Verbraucherschützer empfehlen, zudem ein Ausweisdokument sowie – für die erste Zeit – den Nachweis der Impfung in Papierform mitzuführen.

Ab August gilt 3G auch in Restaurants, Bars und Kliniken

Ab Anfang August wird der "Pass sanitaire" auch in Bars und Restaurants verlangt, zudem in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und in großen Einkaufszentren. Zur Kontrolle hat die Regierung den Betreibern eine spezielle App zur Verfügung gestellt. Vorgeschrieben ist das Gesundheitszertifikat auch in Flugzeugen, in Zügen und Fernbussen. Ausgenommen bleiben der öffentliche Nahverkehr und der regionale Schienenverkehr.

Grund für die Verschärfung ist der Anstieg der Neuinfektionen. Zwar ist die Zahl der Schwerkranken niedrig, weil sich das Infektionsgeschehen überwiegend in der jüngeren Bevölkerung abspielt. Am Dienstag meldeten französische Medien jedoch 18.000 Neuinfektionen binnen eines Tages. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag landesweit bei 75, in Straßburg bei 100, in Mulhouse und dem Südelsass bei etwa 40. Experten rechnen mit einem weiteren Anstieg im August.

Die neuen Regeln gelten auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre, aber erst ab 30. August. Beschäftigte in Orten mit Publikumsverkehr müssen bis 1. August die erste Impfung erhalten haben. Dort wo das Covid-19-Zertifikat verlangt wird, entfällt die Maskenpflicht.