Abitur – und was dann?

Sarah Beha

Von Sarah Beha

Do, 09. Januar 2020

Bei dieser Frage können die Abiturientenberater der Arbeitsagenturen in Freiburg und Offenburg helfen.

Für die Schüler, die in Baden-Württemberg das Abitur machen, ist die Lernphase fürs mündliche Abi angebrochen. Neben den Prüfungen beschäftigen sich die Abiturienten aber auch noch mit einer anderen Frage: Wie soll es nach der Schule weitergehen?

Manche von ihnen landen mit ihren Fragen im Büro von Karina Kokemüller oder Joachim Kollitz. Die beiden sind Abiturientenberater bei den Arbeitsagenturen in Offenburg und Freiburg. "Die
meisten Schüler kommen mittlerweile schon während der Schulzeit mit uns in Kontakt", sagt Kollitz von der Arbeitsagentur in Freiburg. Denn durch den neuen Bildungsplan ist Berufsorientierung in Form verschiedener Unterrichtsmodule nun Teil des Angebots auch an allgemeinbildenden Gymnasien. Zudem haben Schulabgänger die Möglichkeit, in den Gesprächen eine individuelle Beratung zu
bekommen. Karina Kokemüller und Joachim Kollitz lernen dabei ganz unterschiedliche Bedürfnisse kennen. "Manche Schülerinnen und Schüler kommen mit einem Plan und brauchen nur eine konkrete Information, um weiterzukommen. Andere sind noch offen und erhoffen sich eine Orientierung für die Zukunft", sagt Karina Kokemüller.

Sind aus diesen Nachfragen Trends zu erkennen? "Ja", sagt
Kollitz, "immer mehr Abiturienten interessieren sich für das duale Studium, auch Schüler von den allgemeinbildenden Gymnasien." Hinzu kommt: Nach dem Abitur möchten die jungen Leute oft ein Jahr pausieren. Die Möglichkeiten dafür sind groß, besonders beliebt sind Auslandsaufenthalte. Auch dafür bietet die Arbeitsagentur Beratungen und Fachmessen an. "Dieses eine Jahr nehmen sich die Abiturienten gerne, um sich Klarheit über ihre Zukunftswünsche zu verschaffen", sagt Kokemüller.

Und noch etwas sollten die Schüler nicht vergessen, nämlich wie es nach dem Auslandsaufenthalt für sie weitergehen soll. "Bewerbungen für Studiengänge kann man vom Ausland aus abschicken, nur sollte man bereits in Deutschland sichergehen, dass man alle notwendigen Dokumente zusammenhat", sagt Kollitz. Schwieriger sei es bei der Entscheidung für ein duales Studium, denn dort wollen die Arbeitgeber Bewerbungsgespräche führen.