Absurde Vorwürfe gegen Anwältin

Michael Wrase

Von Michael Wrase

Mi, 13. Juni 2012

Ausland

Libyens Regierung ist weit von westlichen Rechtsvorstellungen entfernt / Das zeigt Verhaftung der Verteidigerin von Gaddafis Sohn.

LIMASSOL/TRIPOLIS. Die libysche Regierung hat am Dienstag eine nach westlichem Rechtsverständnis völlig unzulässige Forderung für die Freilassung der in der Kleinstadt al-Zintan festgesetzte Gaddafi-Verteidigerin Melinda Taylor gestellt. Die australische Anwältin des Internationalen Strafgerichtshofs solle den Aufenthaltsort von Mohammed Ismail, einem Freund und Vertrauten des Gaddafi-Sohnes Seif al-Islam preisgeben, den sie besucht hatte.

"Wir brauchen nur einige Informationen von ihr. Dann werden wir sie freilassen", rechtfertigte ein libyscher Regierungsvertreter die Erpressung. Libyen wirft der jungen Pflichtverteidigerin "Spionage" und "Kommunikation mit dem Feind" vor. Melinda Taylor soll bei einem in der vergangenen Woche geführten Gespräch mit Seif al-Islam einen Kugelschreiber mit einer eingebauten Kamera sowie einen Brief des von der Regierung als "äußerst gefährlich" eingestuften Mohammed Ismail bei sich gehabt ...

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