US Open

Alexander Zverev bei den US Open in New York: "Ich bin hier, um ihnen die Party zu verderben"

Zverev bietet sich die Achtelfinalchance – ebenso wie überraschend Altmaier. Frei von Sorgen ist der beste deutsche Tennisspieler offenbar nicht.  

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Alexander Zverev in Aktion gegen den Briten Jacob Fernley  | Foto: Adam Hunger (dpa)
Alexander Zverev in Aktion gegen den Briten Jacob Fernley Foto: Adam Hunger (dpa) 

Alexander Zverev lachte befreit und fieberte bei den US Open seiner Rolle als erhoffter Spielverderber für die Topstars Jannik Sinner und Carlos Alcaraz entgegen. Doch nach dem ungefährdeten Zweitrunden-Erfolg räumte der Tennis-Olympiasieger auch ein, dass er in New York nicht frei von körperlichen Beschwerden ist. Ja, der Rücken bereite ihm noch Probleme. "Das wird sich in den nächsten zwei Wochen auch nicht ändern", sagte Zverev vor seinem weiteren erhofften Weg zum angestrebten Grand-Slam-Titel und dem Duell mit dem Kanadier Felix Auger-Aliassime am Samstag.

Seit Wochen ist der Rücken ein Faktor. Mit dem ungefährdeten 6:4, 6:4, 6:4 gegen den Briten Jacob Fearnley zog Zverev dennoch zum siebten Mal in Serie in die dritte Runde der US Open ein. Charmant löste der Hamburger anschließend die heiklere Aufgabe in seinem Platz-Interview.

Was er als Nummer drei der Welt denn davon halte, wenn die Leute von den Großen Zwei reden? "Es ist okay, um ehrlich zu sein", so Zverev. Sinner (vier Titel) und Alcaraz (fünf), anders als Zverev mehrfache Grand-Slam-Champions, verdienten jeden Respekt. "Ich bin hier, um ihnen die Party zu verderben", schob die deutsche Nummer eins kampfeslustig hinterher: "Ich werde versuchen, das zu schaffen."

Der Kanadier Auger-Aliassime schürte schon als Teenager große Erwartungen

Im Kampf um den Achtelfinaleinzug wartet nun erst einmal Auger-Aliassime. Der Kanadier schürte schon als Teenager riesige Erwartungen als Zukunftshoffnung im Herren-Tennis. Der 25-Jährige teilt aber das Schicksal mit Zverev, die ganz großen Grand-Slam-Hoffnungen nicht erfüllt zu haben.

Der Weltranglisten-60. Fearnley, der sich im ersten Satz an der Schulter behandeln ließ, stemmte sich am Ende nochmal gegen die Niederlage. Der 24-Jährige verkürzte in Satz drei von 5:1 für Zverev auf 5:4, aber konnte ihn nie ernsthaft gefährden. Insgesamt hätte Zverevs Sieg deutlicher ausfallen können.

"Er hat angefangen, unglaubliches Tennis zu spielen. Er hat es interessant gemacht am Ende", bilanzierte Zverev. "Ich habe mich wohl wohlgefühlt auf dem Platz. Klar kann man immer noch etwas verbessern."

Auch Daniel Altmaier dürfte mehr als zufrieden sein

Ableiten, ob Zverev bereit ist für ein mögliches Halbfinale mit Sinner, kann man aus dem Auftritt gegen Fearnley wenig. Oder gar nichts? "Auch Alcaraz und Sinner müssen bisher nicht so spielen, wie sie gegeneinander oder gegen mich auch spielen müssen", erklärte der Australian-Open-Finalist. "Es liegen noch viele Tage vor uns. Aber momentan sind wir jetzt zufrieden mit meinem Level."

Mehr als zufrieden dürfte Daniel Altmaier sein. Nach einem famosen Tennis-Krimi inklusive eines abgewehrten Matchballs und eines Aufschlags von unten gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas strebt der Kempener ebenso den Achtelfinaleinzug an. Mit dem überzeugenden 7:6 (7:5), 1:6, 4:6, 6:3, 7:5 bestand der Kempener seine zweite Fünf-Satz-Prüfung über mehr als vier Stunden nacheinander.

Als sein bisher größter Erfolg bei den US Open feststand, ließ er sich auf den Boden plumpsen und sich auch von Tsitsipas' Ärger beim Handschlag nicht die Freude verderben. "Ich habe mein Herz hier auf dem Platz gelassen. Für Momente wie diese spiele ich Tennis", sagte Altmaier. Das Ausradeln auf dem Fitness-Fahrrad gegen ein Uhr morgens Ortszeit sollte ihm für den angestrebten nächsten Coup gegen den Australier Alex de Minaur helfen.

Schlagworte: Alexander Zverev, Daniel Altmaier, Jannik Sinner

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