Am Ende geht die Luft aus

Benedikt Hecht

Von Benedikt Hecht

Mo, 26. April 2021

Handball 3. Liga

Willstätter Drittliga-Handballer verlieren in Oppenweiler 31:39.

Bitter und am Ende deutlich, so kann die 31:39 (19:20)-Niederlage der Drittliga-Handballer des TV Willstätt beim schwäbischen Konkurrenten HC Oppenweiler/Backnang beschrieben werden. Ein herber Rückschlag in der Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga, "da wir in den letzten 20 Minuten eingebrochen sind und das Tor nicht mehr getroffen haben", sagte TVW-Co-Trainer Frederik Beker.

Der einstige Bundesligaspieler Beker vertrat in Oppenweiler den krankheitsbedingt fehlenden TVW-Coach Ole Andersen an der Seitenlinie. "Daran hat es sicher nicht gelegen, auch wenn Ole mit seinem Handballfachwissen und seiner Präsenz durchaus vermisst wurde", so TVW-Sportchef Rainer Lusch.

Lusch war nicht nur wegen der Niederlage bedient: "Eine Viertelstunde vor Schluss wurde ich von einem Ordner der Halle verwiesen", so der Sportchef. Der Mundnasenschutz war ihm zu oft "etwas unter die Nase gerutscht, da ich mich aufgeregt habe", gestand er. Es war genau die Phase, in der der TVW keine rechten Mittel gegen die Gastgeber fand. Philipp Maurer und Alexander Velz vergaben ihre Siebenmeter, "dazu haben wir unsere Freiwürfe nicht genutzt", so Beker. Ein Aspekt, der zu der Niederlage führte. Ein weiterer Punkt, der für den HC sprach: Seine Torhüter parierten in den Schlussminuten beinahe jeden Ball. "So etwas habe ich selten erlebt", so Beker.

Die Willstätter mussten in der Schlussphase noch mit einem ganz anderen Problem kämpfen. Beker traute sich kaum mehr zu wechseln, ließ seine Top-Sieben beinahe durchweg auf der Platte. Und mit den verletzungsbedingt fehlenden Felix Gäßler und Jan-Philipp Valda stand auch die Rückraum-Achse dem TVW nicht zur Verfügung. "Diese Position kann man nicht von heute auf morgen durchtauschen", stellte Beker anschließend fest. So fehlte den Willstättern die Sicherheit in der Defensive.

Dabei waren Beker und Lusch gerade auf die erste Hälfte stolz. "Uns ist es gelungen, den HC immer wieder unter Druck zu setzen und für Überraschungen zu sorgen." Die Folge war ein äußerst spannender erster Durchgang. Der HC legte meist ein Tor vor, die Willstätter antworteten mit einem eigenen Treffer. "Zu diesem Zeitpunkt war ich auch noch frohen Mutes, dass wir heute punkten können", so Lusch.

TVW: Irion, Kvesic, Dold 1; Kunde, Kirschner 1, Ludwig 4, Räpple 2, Dodig 6, Kauffmann, Matzinger 4, Velz 2/1, Oßwald 1, Bubalo 3, Schliedermann 7. Spiel-Film: 2:0 (2.), 5:6 (7.), 7:6 (10.), 9:10 (15.), 16:18 (27.), 20:19 – 23:20 (34.), 24:24 (39.), 31:26 (48.), 37:29 (57.), 39:31.