Wahlkreis Emmendingen

Andreas Marowski: Als Politiker auch Bürger bleiben

Patrik Müller

Von Patrik Müller

Mo, 22. Februar 2021 um 17:30 Uhr

Rheinhausen

Andreas Marowski, Landtagskandidat der AfD aus Rheinhausen, gibt sich im Wahlkreis 49 bürgernah. Dabei setzt er auf das Thema Sozialpolitik, sei es bei den Themen Rente oder Familie.

Er will kein Politiker werden, er will Bürger bleiben. Auch dann, wenn er gewählt werden sollte und für die AfD in den Stuttgarter Landtag einzieht. Sagt jedenfalls Andreas Marowski. "Ich vertrete das Volk und ich will mich auch nicht dahin verändern, dass ich irgendwelche Fremdwörter hinhaue", erklärt der Rheinhausener, der ursprünglich aus Berlin stammt.

"Anstatt tatenlos zu sein, wurde es Zeit, selbst aktiv zu werde", hatte er nach seiner Wahl zum Kreisrat im Jahr 2019 erklärt. "Ich kann nicht lange rumnörgeln", sagt Marowski heute. "Ich habe gesagt, mich kennt hier keiner, ich lasse mich überraschen." Ihm sei klar, dass seine Chancen, tatsächlich in den Landtag einzuziehen, nicht so groß seien. "Mir wurde von Anfang an gesagt, dass Emmendingen nur ein kleiner Fleck ist und die Wahlchancen im Gegensatz zu Lahr doch sehr gering sind." Früher, sagt Marowski auch, sei er noch CDU-Wähler gewesen, doch dann habe er mehr und mehr mitgekriegt, dass "nichts mehr so ist, wie es sein sollte." Er sah sich um, landete bei der AfD – und betont, dass er ihm bei seiner Suche gar nicht so sehr um Migrationspolitik ging, sondern um Sozialpolitik. "Ich kenne Rentner, die kriegen 450 Euro. Und schämen sich dann, zum Amt zu laufen, nachdem sie ein Leben lang gearbeitet haben", sagt er. Auch Kinderbetreuung und Schulmaterial wie Bücher, Hefte oder Papier sollen kostenlos sein.

Video: Andreas Marowski im BZ-Fragenwirbel