Anfeuchten, knüllen, fixieren, färben – und schon ist das T-Shirt bunt

Mario Schöneberg

Von Mario Schöneberg

Mo, 31. August 2020

Umkirch

Leiter der Jugendarbeit der katholischen Pfarrgemeinden Gottenheim, Umkirch, Bötzingen und Eichstetten bieten ein Sommerferienprogramm an.

Eigentlich hätten sich die Ministranten der katholischen Pfarrgemeinden aus Gottenheim, Umkirch, Bötzingen und Eichstetten kürzlich gemeinsam für eine Woche auf Zeitreise in eine Hütte in Simonswald begeben. Doch Corona machte ihnen einen Strich durch die Rechnung und so organisierten sie kurzerhand für diese Tage ein kleines Sommerferienprogramm.

15 Kinder hatten an einem heißen Sommernachmittag ihre weißen T-Shirts und andere Kleidungsstücke in den Umkircher Pfarrhof mitgebracht, um sie farbenfroh zu gestalten. Anfeuchten, knüllen, stellenweise abbinden oder fixieren und dann ab in eine oder mehrere Farben. Nicht ganz einfach, aber die T-Shirts, die dann zum Trocknen auf der Leine hingen, machten echt was her. Und Batik ist ja auch wieder in.

Die Kinder im Alter von neun bis 14 Jahren, die aus Eichstetten, Umkirch und Gottenheim gekommen waren, lernten schnell. Daher war bald die zweite Variante, das Zeichnen auf Stoff an der Reihe. Und nach einer ausgelassenen Runde mit Wasser-Spielen kam auch noch der eigentlich für Regenwetter vorgesehene Plan B zum Zug, es wurden Seifen produziert. Auch der nötige Abstand blieb gewahrt, im Pfarrhof war reichlich Platz, um die Tische mit den Arbeitsplätzen weit auseinander aufzustellen.

Eine abwechslungsreiche Woche mit buntem Programm hatte die gemeinsame Jugendarbeit-Leiterrunde der vier Pfarrgemeinden, die aktuell aus 13 Jungs und Mädels im Alter von 16 bis 27 Jahren, allesamt aktiven Ministranten, besteht, zusammengestellt. Im Angebot waren dabei unter anderem eine Schnitzeljagd im Schwarzwald, Besuche im Freiburger Münster und im Planetarium, eine Radtour zum Mundenhof, ein Aufenthalt im Escape Room, Fackelwanderungen und eine Wasser-Olympiade. Natürlich wurde auch gegrillt und gemeinsam unter freiem Himmel ein ökumenischer Jugend-Gottesdienst gefeiert.

Die Idee sei es gewesen, erzählen die jungen Mitglieder vom Leitungsteam, zum einen den Kindern etwas anzubieten, da es in diesem Jahr kaum Ferienangebote von den Gemeinden gebe. Und auch die Eltern sollten ein wenig entlastet werden. Um aber Abstände und Hygieneregeln einhalten zu können, war die Teilnehmerzahl bei den meisten Veranstaltungen begrenzt.