Regionalliga

Auch SC Freiburg II und Bahlinger SC pausieren im November

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 04. November 2020 um 11:02 Uhr

SC Freiburg

Die Entscheidung ist gefallen: Die Regionalliga Südwest setzt ihre Spiele bis Ende November ebenfalls ab. Wie bei den Amateuren geht es hier frühestens im Dezember weiter.

Nach langen Beratungen und Verhandlungen gab die Fußball-Regionalliga Südwest GbR ihre Entscheidung am Mittwochvormittag bekannt: Die bis zum 30. November angesetzten Spiele werden analog zu den übrigen Amateurspielklassen abgesetzt. Der Spielbetrieb wird zum 1. Dezember nur dann wieder aufgenommen, wenn in den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland vom 17. November an ein Mannschaftstraining unter Wettkampfbedingungen zulässig ist. Der Regionalliga Südwest sind Vereine und Kapitalgesellschaften der in diesen Bundesländern ansässigen Landesverbände angeschlossen.

Vereine wie Kickers Offenbach hatten darauf gedrungen, dass die Regionalliga Südwest als Profi-Liga eingestuft wird und sie damit wie die übergeordneten drei Spielklassen in Deutschland auch im November regulär ihren Betrieb fortsetzen kann. Die Liga-Leitung stellte nun jedoch fest, dass in Rheinland-Pfalz gemäß der Corona-Verordnung nur "Mannschaften der 1. und 2. Fußballbundesliga sowie der 3. Liga der Herren" vom Spiel- und Trainingsverbot im November ausgeschlossen sind.

Überwiegend Spieler in Nebentätigkeit – und keine Profis

Den aus Rheinland-Pfalz stammenden Regionalligisten TuS RW Koblenz, 1. FSV Mainz 05 II, TSV Schott Mainz und FK 03 Pirmasens sei nicht zumutbar, ihre im November ausgefallenen Spiele nachzuholen oder für die Aufrechterhaltung des Spiel- und Trainingsbetriebs in andere Bundesländer auszuweichen. Sollte der Spielbetrieb ohne das Quartett aus Rheinland-Pfalz fortgesetzt werden, käme es "zu massiven Verzerrungen des Wettbewerbs", folgert die Liga-Leitung in ihrem Schreiben. Dies "widerspräche den Grundwertungen der Spielordnung der Regionalliga Südwest".

Die Liga-Leitung stellte darüber hinaus fest, dass die Regionalliga Südwest eine Spielklasse sei, "in der überwiegend zwar Vertragsspieler zum Einsatz kommen, von wenigen Ausnahmen abgesehen aber nur im Rahmen einer Nebentätigkeit." Damit stellt sie den Profi-Status der Liga, so wie es die Offenbacher sehen, in Frage.

In Baden-Württemberg könnten Regionalligisten spielen

Rheinland-Pfalz war offensichtlich das Zünglein an der Waage. Denn in der Entscheidung stellte die Südwest GbR fest, dass in Baden-Württemberg und Hessen den Teilnehmern der Regionalliga Südwest der Trainings- und Wettkampfbetrieb weiterhin gestattet sei. Dabei sind beim Bahlinger SC derzeit sämtliche Trainings- und Wettkampfstätten gesperrt. Der Regionalliga-Kader der Kaiserstühler hat seit dem 5:4-Erfolg am vergangenen Samstag gegen Hessen Kassel nicht mehr trainiert.

Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs soll zum 1. Dezember 2020 nur dann erfolgen, wenn allen Mannschaften eine angemessene Vorbereitungszeit gegeben ist. Sollte ein Mannschaftstraining unter Wettkampfbedingungen vom Montag, 17. November an nur im Freistaat Bayern, nicht aber in den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland unzulässig sein, werde der Betrieb dennoch wieder starten. Der geographisch Bayern zuzuordnende FC Bayern Alzenau habe sich freiwillig spieltechnisch dem Hessischen Fußballverband angeschlossen, so dass es ihm zumutbar sei, sich in diesem Fall um eine Trainings- und Spielstätte in Hessen zu bemühen, teilte die Liga-Leitung mit.