"Auf der Seite des Volkes"

dpa

Von dpa

Fr, 30. September 2022

Fussball International

Iranische Fußballspieler solidarisieren sich mit Protesten.

Mehrere Spieler der iranischen Fußballnationalmannschaft haben sich mit den andauernden Protesten im Land solidarisiert. "Wir sind immer auf der Seite des Volkes, das in diesen Tagen nichts anderes fordert als seine grundsätzlichen Rechte", schrieb Mannschaftskapitän Ali-Resa Dchahanbachsch am Donnerstag auf seiner Instagram-Seite. Der bei Feyenoord Rotterdam spielende Dchahanbachsch habe sich bislang zu den Protesten nicht äußern können, weil ihm der Internetzugang während des Trainingslagers des Nationalteams in Österreich nicht erlaubt war. Auch Stürmer Mehdi Taremi meldete sich bei Instagram zu Wort. "Ich schäme mich (als Iraner), wenn ich die Bilder der letzten Tage sehe", schrieb der 30-Jährige vom FC Porto.

Auslöser der Proteste war der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini, die wegen ihres angeblich "unislamischen Outfits" festgenommen worden war. Der für den Bundesligisten Bayern Leverkusen spielende Sardar Azmoon hatte die Proteste bereits während des Trainingslagers unterstützt. "Ich hoffe nur, dass die Frauen im Iran eines Tages den Status haben werden, den sie auch verdienen", sagte der 27 Jahre alte Mittelstürmer.