Müll und Schäden

Aufklärung soll gegen Verwüstung in den Binzener Rebbergen helfen

Thomas Loisl Mink

Von Thomas Loisl Mink

Sa, 11. September 2021 um 12:02 Uhr

Binzen

Frank Krumm und seine Frau haben in Binzen auf die Vermüllung und Verwüstung in den Rebbergen aufmerksam gemacht. Nun schlägt Krumm eine Aufklärungsaktion vor.

Gemeinderat Frank Krumm und seine Frau haben jüngst öffentlich auf die Vermüllung und Verwüstung in den Rebbergen aufmerksam gemacht. Das habe zu einer sehr großen Resonanz geführt. Sie hätten Mails, Briefe und Postkarten aus der ganze Region, sogar aus Todtnau erhalten, sagte Frank Krumm im Gemeinderat. Er schlage deswegen eine Aktion der Gemeinden vor, schließlich sei nicht allein Binzen betroffen.

Er könne sich vorstellen, dass man freitags und samstags den Rebberg sperrt und Leute hinstellt, die die Sperrung erklären. "Schilder allein helfen nicht", stellte er fest. Außerdem solle der AK Jugend weiter unterstützt werden, als Prävention gegen derart rücksichtsloses Verhalten. Krumm möchte auch das Gespräch mit dem Handel suchen, denn Chipstüten und Red-Bull-Dosen, die im Rebberg liegen, kommen ja irgendwo her.

Der Respekt vor der Natur fehle

"Diese Zustände sind so traurig, und ich habe das Gefühl, es wird von Woche zu Woche schlimmer", sagte Krumm. Bürgermeister Andreas Schneucker bekräftigte, das sei ein großes Problem. Eigentlich sind die Rebberge zurzeit gesperrt, doch das kümmere diese Leute nicht. "Da fehlt der Respekt vor der Natur, vor fremdem Eigentum und vor der Landbewirtschaftung", sagte er. Er will diesbezüglich im Gemeindeverwaltungsverband aktiv werden. Einen kleinen Erfolg konnte er indessen vermelden: Man habe sich die Mühe gemacht, wild entsorgte Müllsäcke zu durchsuchen und habe eindeutige Hinweise auf den Verursacher gefunden, der angezeigt wurde.