Kommunalwahl

Auseinandersetzung um AfD-Plakate: Staatsanwalt prüft weiter

Uwe Mauch

Von Uwe Mauch

Mo, 09. September 2019 um 18:08 Uhr

Freiburg

Vor einem Vierteljahr hat die Polizei ihre Ermittlungen abgeschlossen. Doch noch immer ist offen, ob und gegen wen die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt im Verfahren um abgehängte AfD-Plakate.

Zehn Tage vor der Kommunalwahl war es an der Kaiserstuhlbrücke im Stadtteil Brühl zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen den AfD-Kandidaten Dubravko Mandic und Robert Hagermann einerseits und einem Radfahrer andererseits gekommen. Wie Behördensprecherin Martina Wilke auf BZ-Anfrage mitteilt, haben Anwälte der Beteiligten Akteneinsicht beantragt. Frühestens Anfang Oktober entscheide die Staatsanwaltschaft, ob und gegen wen sie Anklage erhebe. Teil des Verfahrens sei auch das junge Pärchen, das mit seiner Aktion den Konflikt ausgelöst hatte.

Wie berichtet, hatten eine junge Frau und ein junger Mann am 16. Mai AfD-Plakate an der Brücke entfernt, die kurz zuvor die Kandidaten Mandic und Hagermann aufgehängt hatten. Als ein 41-jähriger Radler eingreifen wollte, eskalierte die Situation. Laut AfD habe der Radfahrer "mit roher Gewalt" angegriffen. Der wiederum berichtete der BZ, Hagermann habe mit einer Zange zugeschlagen, und Mandic habe Pfefferspray eingesetzt. Die AfD-Kandidaten riefen die Polizei, die einen Monat lang mit Hilfe von Zeugen den Sachverhalt zu klären versuchte.