Kreisliga

Ausgebuffter CSI Laufenburg stürzt Spitzenreiter Blau-Weiss Murg

Mario Schmidt

Von Mario Schmidt

Mo, 12. Oktober 2020 um 19:08 Uhr

Kreisliga Hochrhein

Fußball-Kreisligist SV Albbruck ist im Kellerduell beim SC Lauchringen ein Befreiungsschlag gelungen. Gestrauchelt ist der SV BW Murg, der die Tabellenführung der A-Staffel Ost verloren hat.

Sowohl für den Tabellenvorletzten Albbruck als auch für Schlusslicht Lauchringen stand viel auf dem Spiel. Der SCL wies die mickrige Bilanz von zwei Punkten aus sieben Spielen auf, doch auch die Gegenseite strotzte aufgrund der dürren Ausbeute von vier Zählern bei 22 Gegentoren nicht gerade vor Selbstvertrauen. Dem war sich auch SCL-Vorstand Thomas Kummer bewusst, der deshalb nicht in Erwartung "eines fußballerischen Feuerwerks" am Sonntagmittag auf den Sportplatz ging. Zu seiner Freude "entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, das hin und her ging", so Kummer.

SVA-Trainer Thomas Duffner konnte nach einer "sehr taktisch geprägten ersten Halbzeit" in der 63. Minute das 1:0 durch Frank Bächle bejubeln, ehe Lauchringens Patrick Pawlowski zwölf Minuten später ausglich. "Das war ein blödes Gegentor. Wir setzen nach einer Ecke nicht richtig nach und auf einmal wird der Spielverlauf dadurch auf den Kopf gestellt", sagte Duffner, dessen Team nach einem Doppelschlag in den Schlussminuten durch Marco Vögele "doch noch den Sack zu gemacht hat".

" An der Einstellung liegt es mit Sicherheit nicht." Thomas Kummer, Vorstand von Schlusslicht SC Lauchringen
Die Lauchringer standen auch gegen Albbruck "nach zum Teil kläglich vergebenen Torchancen", so Kummer, ohne Punkte da. "Irgendwann musst du mal eine Serie anfangen. Ein Sieg reicht nicht, wenn du nur zwei Punkte hast. Da muss man schon vier-, fünfmal hintereinander gewinnen", urteilt der Vorstand, der "ein intaktes Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer" sowie "sieben, acht Einzelspieler mit Bezirksliganiveau" sieht, denen es aber an Sicherheit und Selbstvertrauen mangele. "Wir sind uns der Situation bewusst. An der Einstellung liegt es mit Sicherheit nicht, aber entscheidend ist halt das Ergebnis, das am Montag in der Zeitung steht".

Murg "zu schwach" – CSI sucht Spano-Nachfolger

Der Blick in den Sportteil dürfte auch Murgs Trainer Giuseppe Stabile ganz und gar nicht gefallen haben. Seine Mannschaft unterlag CSI Laufenburg überraschend mit 0:1 und musste die Tabellenführung an den FC Weizen abgeben. Gegen einen "ausgebufften Gegner war die Niederlage aufgrund der robusteren und cleveren Spielweise verdient", resümiert Stabile. Seinem Team mache er jedoch keinen Vorwurf, da man es nicht geschafft habe, die Ausfälle, anders als in der Vergangenheit, aufzufangen. "Drei, vier Spieler waren in Normalform und der Rest war viel zu schwach", sagt der Murger Coach. CSI-Sportchef Filippo Oddo, der nach dem Rücktritt von Salvatore Spano in der vergangenen Woche auch als Trainer fungierte, ist erleichtert über den ersten Saisonsieg: "Wir haben endlich mal eine sehr gute kämpferische Leistung gezeigt. Die Jungs haben verstanden, um was es geht, und sehr leidenschaftlich gespielt."

Auch Oddo stuft den Erfolg als "letztendlich nicht mal so unverdient" ein, da es CSI über die komplette Spielzeit gelang, "bis auf ein paar Distanzschüsse so gut wie nichts Gefährliches aufs Tor kommen zu lassen". Bis auf Weiteres wird der spielende Co-Trainer Giuseppe Iudici das Training der Laufenburger leiten, auch, wenn bereits Sondierungen bezüglich Spano-Nachfolgern stattgefunden haben. "Es gab Gespräche und auch schon ein paar Absagen, aber wir haben noch was in der Hinterhand", sagt Oddo.