HINTERGRUND

jod/msr

Von Johannes Dieterich & Michael Saurer

Mo, 23. September 2019

Ausland

Überall auf der Welt im Einsatz

Drohnen haben oft ein schlechtes Image und gelten als todbringende Militärmaschinen oder als surrende Spielzeuge, die einem das letzte Stück Privatsphäre nehmen. Tatsächlich aber bieten Drohen vielfältige Einsatzmöglichkeiten. In Afrika finden sie nicht nur bei medizinischen Einsätzen Verwendung. In Südafrikas Krügerpark werden sie von Rangern im Kampf gegen Wilderer genutzt, und auf Sansibar wird ihre Hilfe bei der Kartographierung der Insel benötigt. In Mosambik machen sie Brutstätten der Malaria übertragenen Anopheles-Mücke ausfindig, und im Sudan werden sie zum Pflanzen von Akazienbäumen ausgesandt. Plantagenbesitzer setzen sie in der Elfenbeinküste zur Dosierung von Düngern und Schädlingsvernichtungsmitteln ein und auf dem gesamten Erdteil sollen sie die Degenerierung der Böden sowie die zunehmende Entwaldung erforschen.

Doch auch außerhalb Afrikas gibt es viele Einsatzmöglichkeiten. Architekten und Bauingenieure können sich mit ihnen einen Überblick über Baufortschritte verschaffen. Hiesige Landwirte benutzen sie, um vor der Ernte mit dem Mähdrescher im Feld liegende Rehkitze ausfindig zu machen. Die Feuerwehr kommt ohne sie auch nicht mehr aus, sie geben bei Bränden Hinweise auf versteckte Glutnester und helfen den Einsatzkräften, die Löschung besser zu koordinieren. Die Polizei und das Technische Hilfswerk nutzen sie bei Rettungseinsätzen und um vermisste Personen aufzuspüren. Und an Stränden der Nord- und Ostsee unterstützen die fliegenden Helfer sogar die Rettungsschwimmer: Im Notfall fliegen sie zu in Not geratenen Menschen und werfen Schwimmhilfen ab.