"Kamerun schlittert in einen Bürgerkrieg"

Annemarie Rösch

Von Annemarie Rösch

Sa, 22. September 2018

Ausland

BZ-INTERVIEW mit Eberhard Deusch von der evangelischen Landeskirche über die Unruhen in dem afrikanischen Land und die Lage der dortigen Partnerkirche.

FREIBURG. Im Südwesten Kameruns gibt es Unruhen. Der Südwesten ist überwiegend englischsprachig, der Rest des Landes französischsprachig. Viele anglophone Kameruner fühlen sich seit Jahren von der frankophonen Zentralregierung in Yaoundé benachteiligt. Seit 2016 nehmen die Proteste dagegen zu. Annemarie Rösch sprach darüber mit Eberhard Deusch von der evangelischen Landeskirche.

BZ: Herr Deusch, haben Sie bei Ihrem jüngsten Besuch die Unruhen gespürt?

Deusch: Wir sind gar nicht in die Unruhegebiete gereist, weil wir gewarnt wurden, dass es dort zu gefährlich ist. Ich habe aber mit der Leitung unserer presbyterianischen Partnerkirche in Kamerun Gespräche über den Konflikt geführt. Selbst in der Hauptstadt Yaoundé war der Konflikt zu spüren. In vielen Familien, die aus dem Süd- oder Nordwesten stammen, haben wir Flüchtlinge angetroffen. Auch bei Pfarrer Alfred Moto-poh, der mehrere Jahre in Schallstadt bei Freiburg Pfarrer war. Sein Vater und sein jüngster Bruder sind bei ihm ...

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