Europawahl

TV-Duell zwischen Spitzenkandidaten Schulz und Juncker

Daniela Weingärtner

Von Daniela Weingärtner

Sa, 10. Mai 2014

Ausland

Wer wird an Europas Spitze stehen? Im TV-Duell zur Europawahl sind sich Martin Schulz und Jean-Claude Juncker in zentralen Fragen erstaunlich einig.

Man muss das mögen: Tausende Kilometer auf Tour, Heftchen verteilen in verregneten Fußgängerzonen, griffige Parolen auf wackeligen Marktplatzpodesten. Die Prise Emotion, die gezielte Attacke auf den politischen Gegner, die kleine selbstironische Anekdote an der stets gleichen Stelle der Rede, für den sicheren Lacher. Manche Politiker laufen erst im Wahlkampf zu Höchstform auf. Sie brauchen das Adrenalin, das Bad in der Menge. Die Spitzenkandidaten der beiden großen Parteien für die Europawahl am 25. Mai, das zeigte auch ihr sogenanntes Duell am Donnerstagabend im ZDF, brauchen nichts von alledem.
Jean-Claude Juncker (CDU) und Martin Schulz (SPD) kennen den EU-Betrieb seit Jahrzehnten von innen. Eine gefühlte Ewigkeit lang war der Luxemburger Juncker der Mann für die Superlative: Mit 30 Jahren jüngster Arbeitsminister auf den EU-Treffen, dann jüngster Regierungschef des kleinsten EU-Landes, schließlich dienstältester Premier- und Finanzminister, Chef der Eurogruppe und Gipfel-Legende. Juncker war berühmt für seine griffigen, humorvollen Sprüche über die schwer zu durchschauenden Entscheidungsprozesse europäischer Politik. Ein gefragter Redner, dessen David-und-Goliath-Anekdoten von Begegnungen des unbedeutenden Luxemburgers mit den ganz Großen der Politik stets gut ankamen.
Im Wahlkampf müsste ihm dieser Schatz an unterhaltsamen Erinnerungen gut zupasskommen, sollte man meinen. Doch der schlagfertige, jugendlich wirkende Pfiffikus hat sich ...

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