Wer geblendet wird, muss langsam fahren

Jürgen Ruf

Von Jürgen Ruf

Sa, 28. September 2019

Auto & Mobilität

Ist ein Autofahrer durch ein anderes Fahrzeug so geblendet, dass er nichts mehr sieht, muss er langsam fahren und notfalls anhalten. Fährt er jedoch mit unvermindertem Tempo weiter und verursacht einen Unfall, haftet er für den entstandenen Schaden. Das hat das Amtsgericht Dortmund entschieden. Ein Autofahrer war im Dunkeln innerorts mit 30 km/h unterwegs. Von Scheinwerfern eines anderen Autos wurde er geblendet. Er verringerte sein Tempo nicht, obwohl er zum Schluss praktisch nichts mehr sehen konnte. Es kam zu einem Unfall. Mit dem Weiterfahren habe der Mann seine Sorgfaltspflicht verletzt, entschied das Gericht. Daher hafte er alleine (Az.: 729 OWi - 250 Js 147/17).