Für die Autobahn musste der Dorfkern weg

Jutta Schütz

Von Jutta Schütz

Mi, 05. September 2012

Bad Bellingen

Das letzte Stück der A5 wurde im Juli 1962 freigegeben: Dörfern wurde der Zugang zum Rhein abgeschnitten, vor allem mit Rheinweiler ging man nicht zimperlich um.

BAD-BELLINGEN-RHEINWEILER. Vor 50 Jahren, im Juli 1962, wurde das letzte Teilstück der Autobahn A 5 zwischen Riegel und Freiburg-Süd freigegeben. Schon etwas länger, seit dem 19. Dezember 1959, rollt der Autobahnverkehr an Bad Bellingen und Rheinweiler vorbei. Markant verändert hat sich durch die Nord-Süd-Transversale die Landschaft nicht nur bei Neuenburg, sondern auch bei Bad Bellingen, Rheinweiler, Istein, Kleinkems und Efringen-Kirchen. Den Menschen in den Dörfern wurde der Zugang zum Rhein abgeschnitten.

Am schlimmsten hat es Rheinweiler erwischt: Für den Autobahnbau wurde der alte Dorfkern, der direkt am Rheinufer lag, abgerissen. Erst sollten acht Häuser weichen, dann wurden es doch 13 Wohnhäuser mit Nebengebäuden, die Bewohner wurden entschädigt. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das heute noch mal so möglich wäre, dass man einen ganzen Dorfkern für eine Autobahn abreißt, da würde es einen Proteststurm sondergleichen geben", glaubt Meta Hoffmann, die heute in Rheinweiler ...

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