Eine Reise der Gefühle

Christiane Pfeifer

Von Christiane Pfeifer

Mi, 13. Februar 2019

Bad Säckingen

"Ábo Klavierquartett" macht den Auftakt der neuen Reihe der Sigma-Konzerte in Bad Säckingen.

BAD SÄCKINGEN. Das "Ábo Klavierquartett" hat den Auftakt der neuen Reihe der Sigma-Konzerte in Bad Säckingen gebildet. Das 58. Konzert in der Reihe, die es bereits seit zehn Jahren gibt, war mit 80 Besuchern bis zum letzten Sitz gefüllt. Das in 2017 gegründete Quartett setzt sich aus Laura Mead (Geige), Cristina Alvarado (Bratsche), Ülker Tümer (Cello) und Max Philip Klüser (Klavier) zusammen.

Die vier Musiker präsentierten im Sigma-Zentrum Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Johannes Brahms. Die künstlerische Leiterin, Lisa Wellisch, organisiert die Konzerte seit Beginn an. Sie sagte: "In den zehn Jahren ist einiges passiert, wir hatten zusammen in beiden Reihen 100 Konzerte mit Musikern aus insgesamt 24 Ländern." So gab der japanische Pianist Wataru Hisasue beim dem ARD-Musikwettbewerb 2017 unter seinen Stationen im Lebenslauf Paris, Berlin, Tokio und Bad Säckingen an", freute sich Lisa Wellisch. Die Konzertreihe sei anfangs schleppend angelaufen, so Wellisch.Mit der Einführung des Moderations-Konzeptes, bei dem die Künstler ihre Werke selbst ankündigen und kurz erläutern, sprach sich die Konzertreihe herum. Der Begriff "Ábo"" ist in der türkischen Sprache ein Ausruf des Erstaunens oder der Begeisterung.

"Bei einem gemeinsamen Abend haben wir uns gegenseitig die Sprache der anderen nähergebracht und kamen so auf den Ausruf", erzählte Laura Mead. Die vier Musiker lernten sich im Rahmen ihres Studiums in Freiburg kennen. Laura Mead kündigte das erste Stück des Abends an. Früher sei die Kammermusik "für gut betuchte Laien und nicht für die Öffentlichkeit gedacht" gewesen. Mozarts Klavierquartett Nummer zwei in Es-Dur überzeugte durch die pure Freude am Spiel der vier Künstler. Der Hauptteil wurde von Max Philip Klüser angekündigt.

Das Klavierquartett in g-Moll op. 25 wurde von Johannes Brahms in Wien verfasst. Die vier Stücke nahmen das Publikum mit auf eine Reise der Gefühle. Sie endete mit dem "Rondo alla Zingarese". "Brahms wusste um die Popularität ungarisch inspirierter Zigeunermusik in Wien und Komponierte das Klavierquartett, um mit ihm am 16. November 1862 als Komponist und Pianist in Wien zu debütieren", erklärte Max Philip Klüser. Als Zugabe spielte das Quartett den zweiten Satz von "En la mineur" von Turina Joaquin. Die Freude am Spiel war den vieren anzusehen.