Daten der Krankenkasse

Baden-Württemberger nutzen Krebsfrüherkennung zu selten

epd

Von epd

Do, 30. Januar 2020 um 14:03 Uhr

Südwest

Laut Abrechnungsdaten der Barmer-Krankenkasse gehen in Baden-Württemberg zu wenige Menschen zur Krebsvorsorgeuntersuchung.

Nur gut 40 Prozent der Frauen und zwölf Prozent der Männer, die Anspruch darauf haben, seien innerhalb eines Jahres bei der Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Krebs gewesen, teilte die Barmer anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar mit.

Bei den Frauen umfasst die Krebsfrüherkennungsuntersuchung ab dem 30. Lebensjahr das Abtasten der Brust. Zur Untersuchung bei Männern gehört ab einem Alter von 45 Jahren das Abtasten der Prostata. Nach Angaben des Krebsregisters Baden-Württemberg erkranken hierzulande jährlich etwa 100.000 Menschen erstmals an Krebs. Mit mehr als 17.000 Neuerkrankungen seien Frauen am häufigsten von Brustkrebs betroffen, mehr als 12.000 Männer hätten die Diagnose Prostatakrebs erhalten.

Krebs ist nach den Herz-Kreislauferkrankungen laut dem baden-württembergischen Krebsverband die zweithäufigste Todesursache. Bei Frauen zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen der Brust-, Darm- und Lungenkrebs, bei Männern der Prostata-, Darm- und Lungenkrebs.

Eine umfassende, kostenlose und wohnortnahe Beratung bieten die insgesamt 14 Krebsberatungsstellen des Verbandes in Baden-Württemberg, teilte der Krebsverband mit. Dort wurden 2019 knapp 17.400 Beratungen durchgeführt. Der Krebsverband Baden-Württemberg gehört zur Deutschen Krebsgesellschaft. Seine Hauptaufgabe sieht der Verband in der Prävention sowie in der Information und Beratung von Betroffenen.