Bäume als Lohn für Verzicht

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 11. Dezember 2019

Rheinfelden

Im Rahmen des "Verpackungsfreien Markts" pflanzen Schüler der Realschule 160 Baumsetzlinge.

RHEINFELDEN (BZ). Der "Verpackungsfreie Markt Rheinfelden" trägt wieder Früchte: Im Rahmen des Klimaschutz-Projekts pflanzte die Schüler-Gruppe "Mondays for Future" der Gertrud-Luckner-Realschule am Montagvormittag mit Unterstützung des städtischen Klimaschutzmanagers Frank Philipps und Revierförster Thomas Hirner 160 Baumsetzlinge ein.

Die 14 Schüler hatten Wetterglück bei ihrer Aktion. Die Bedingungen waren gut, als die Jugendlichen zusammen mit ihren beiden Lehrerinnen, Stefanie Redmann und Carina Schlageter, unter sachkundiger Anleitung des Revierförsters und seiner Mitarbeiter etwa 160 Baumsetzlinge versorgten, heißt es in einem Bericht der Stadt.

Zuerst wurde eine Sturmwurffläche einige hundert Meter hinter dem Kreiskrankenhaus Rheinfelden mit dem Klimawandel angepassten Baumarten bepflanzt. Die Projektgruppe war mit so großem Eifer dabei, dass nach einem kleinen Vesper noch genug Zeit übrig blieb, um auf einer nahe gelegen Fläche weitere 40 Setzlinge in den Waldboden zu bringen und mit Wildverbiss-Schutz zu versehen.

Bisher wurden schon 107 Stempelkarten abgegeben

"Bei der Eindämmung des Klimawandels spielt auch der Wald eine große Rolle", erläutert Klimaschutzmanager Philipps, "da Bäume der Atmosphäre Kohlenstoffdioxid entziehen." Deshalb wirke der Wald in Deutschland derzeit noch als Senker und entlaste die Atmosphäre jährlich um rund 52 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid. Beim Projekt "Verpackungsfreier Markt" erhalten Bürger, die bei einem Einkauf auf dem Rheinfelder Wochenmarkt kein Verpackungsmaterial benötigen, weil sie alle für den Einkauf nötigen Taschen oder Behälter mitbringen, auf einer Stempelkarte einen entsprechenden Eintrag (ab einem Einkaufswert von fünf Euro). Sind alle Felder mit Stempeln gefüllt, wird die Karte bei der Stadt abgegeben. Die Stadt "zahlt" die gesammelten Stempelkarten auf ein "bürgerschaftliches Ökokonto" ein – jede Karte hat einen symbolischen Gegenwert von 20 Euro – und setzt damit nach und nach Pflanzaktionen im Stadtgebiet um.

Bisher wurden insgesamt 107 gestempelte Karten bei der Stadt abgegeben. Klimaschutzmanager Philipps hofft auch weiterhin auf eine rege Teilnahme seitens der Bürger an dem Projekt: "Durch den verpackungsfreien Markt können noch weitere Aktionen wie heute durchgeführt und der Klimaschutz in Rheinfelden weiter unterstützt werden."

Das Projekt "Verpackungsfreier Markt" wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit zu rund 80 Prozent gefördert, so die Stadt abschließend.