Grenzach-Wyhlen

Baufeld Süd der Kesslergrube soll in einem Monat ausgehoben sein

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 14. August 2019 um 18:00 Uhr

Grenzach-Wyhlen

Roche kommt bei der Sanierung der Kesslergrube in Grenzach-Wyhlen voran. Anfang 2020, so das Unternehmen, könnte der Aushub insgesamt abgeschlossen sein.

Wie die Roche Pharma AG in ihrem aktuellen Baustellenbulletin mitteilt, wird das zweite von insgesamt drei Baufeldern an der Kesslergrube binnen eines Monats vollständig ausgehoben sein. Es wurde im Baufeld Süd inzwischen eine Aushubtiefe von 6,5 bis zwölf Meter erreicht und mit rund 74.000 Tonnen von insgesamt etwa 93.000 Tonnen, rund 80 Prozent, teils unbelastetes und teils belastetes Erdreich ausgehoben.



Im Baufeld Süd fanden außerdem an zwei Tagen erste Sohlbeprobungen statt. Wo die geplante Aushubtiefe bereits erreicht ist, wurden Proben entnommen und durch spezialisierte Analytiklabore untersucht. Bei diesem Verfahren müssen behördlich festgelegte Schadstoffgrenzwerte an der Baugrubensohle unterschritten werden. Zeigen die Analyseergebnisse, dass die Quelle der Verunreinigung in den beprobten Bereichen im Baufeld Süd komplett entfernt worden ist, wird im Laufe dieser und der kommenden Woche sauberes, unrecyceltes Erdmaterial angeliefert.

Notfallübung offenbart Verbesserungspotenzial

Dieses dient für den Bau einer Rampe im fertig ausgehobenen und beprobten Bereich des Baufeldes Süd. In dieser Zeit ist vermehrt mit Lkw-Fahrten zur und von der Sanierungsbaustelle zu rechnen, teilt Roche mit. Aushub und Rückverfüllung des Baufeldes Süd können voraussichtlich bis Anfang 2020 abgeschlossen werden, dann folgt das Baufeld Mitte.

In ihrem Baustellenbulletin informiert das Pharmaunternehmen des Weiteren über eine Notfallübung, die Ende Juli auf dem Sanierungsgelände stattfand. Ziel dieser regelmäßig stattfindenden Übungen ist es, die bestehenden Sicherheitskonzepte weiterzuentwickeln. Für die Notfallübung wurde der Brand eines Baugerätes im Schwarzbereich (kontaminierte Zone) von Baufeld Süd auf einer Tiefe von zwölf Metern ohne Personenschaden simuliert. Im Zentrum der Übung standen neben der Funktionsprobe des installierten Signalgebers die daraus resultierende Evakuierung des Baufeldes und der Büro- und Mannschaftscontainer auf dem Areal. Ebenfalls geübt wurden der Einsatz und die Aufgabenlösung der zuständigen DSM-Werkfeuerwehr im Schwarzbereich sowie der Abgleich der Kommunikation zwischen Evakuierung und Koordination vor Ort. "Die Notfallübung verlief gut, es wurden aber Verbesserungspotentiale identifiziert", teilt Roche mit.