Der Gegner

Bayer-Coach Bosz bastelt noch an Leverkusens Aufstellung

dpa

Von dpa

Do, 28. Mai 2020 um 21:40 Uhr

1. Bundesliga

Am Freitag tritt Bayer Leverkusen gegen den SC Freiburg an. Bei einigen Spielern der Gäste ist noch fraglich, ob sie eingesetzt werden können, und so wird die Aufstellung zur Bastelstunde.

Für Trainer Peter Bosz wird das Austüfteln der Aufstellung für das Bundesliga-Spiel von Bayer Leverkusen beim SC Freiburg zur großen Bastelstunde. Es seien einige Spieler fraglich, sagte der Niederländer am Vortag und erklärte auf die Nachfrage, welche das seien. Wobei seine Ausführungen diesbezüglich vage ausfielen: "Es sind fast alle."

Bosz bezog sich darauf, dass sein Team erst am Dienstag gegen den VfL Wolfsburg gespielt habe (1:4). Deshalb sei das normal. "Wenn man nur zwei Tage frei hat, reicht es, wenn man kleine Schläge abbekommen hat. Wenn man eine Woche Pause hat, spürt man die bis zum nächsten Spiel nicht mehr", sagte der Bayer-Coach. "Es ist ein Kontaktsport. Da bekommt man Schläge ab, die man im Spiel nicht spürt. Und ein oder zwei Tage später fragt man sich: Boah, was hab ich denn da? Für unsere Spielweise brauchen wir aber Spieler, die hundertprozentig fit sind."

Konkret fraglich ist Abwehrchef Sven Bender, der gegen Wolfsburg angeschlagen ausgewechselt wurde. Zwillingsbruder Lars Bender wird noch nicht zu seinem ersten Spiel seit der Corona-Pause kommen. Kevin Volland ist nach dreimonatiger Verletzungspause gerade erst ins Mannschaftstraining eingestiegen. Ob er zum Kader gehören kann, ist offen. Möglich ist laut Bosz, dass Kai Havertz aus dem Sturmzentrum wieder zurückrückt und Lucas Alario spielt.

Mit Bezug auf die Motivation freut sich Bosz aber über die kurze Pause nach der ersten Niederlage seit dem 1. Februar. "Für Spieler sind Spiele immer das Beste, um Dinge wieder gutzumachen", sagte der 56-Jährige: "Wir haben monatelang sehr gut und sehr erfolgreich gespielt. Nun haben wir ein Spiel verloren. Und wollen zeigen, dass es nur ein Ausrutscher war."

Die Qualitäten der Freiburger sieht Bosz vor allem in deren Stellungsspiel sowie dem schnellen Umschalten nach Ballgewinn. "Und sie haben eine Riesen-Mentalität", betonte der Bayer-Coach. Daher wolle man sich auf die eigenen Stärken besinnen. "Wir fangen immer damit an, wie wir selbst die Partie angehen wollen", stellte Bosz klar.