Corona-Krise

Bayern führt Maskenpflicht ein und setzt Kita-Gebühren aus

epd/dpa/bz

Von epd, dpa & BZ-Redaktion

Mo, 20. April 2020 um 11:17 Uhr

Deutschland

Es ist wie so oft in der Corona-Krise: Bayern prescht vor – und die Frage ist, ob Baden-Württemberg nachzieht. Markus Söder hat jedenfalls gute Nachrichten für Eltern, Künstler und Mundschutz-Befürworter.

Sie gilt für alle Ladenlokale und den öffentlichen Nahverkehr. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte am Montag im Landtag in seiner Regierungserklärung, dass der Mund-Nase-Schutz eine "ganz zentrale Rolle" spiele, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Pflicht für "Alltags- oder Communitymasken" gelte auch für all jene Geschäfte, die bislang schon geöffnet hatten – zum Beispiel Lebensmittel- oder Drogeriemärkte. Auch ein Schal, der über Mund und Nase getragen werde, sei im Sinne der Maskenpflicht ausreichend.

"Appelle allein werden wahrscheinlich nicht die notwendige Sicherung sein." Markus Söder
Bayern ist damit nach Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern das dritte Bundesland mit einer Maskenpflicht. In Sachsen muss seit Montag beim Einkauf und im Nahverkehr ein Mund-Nasen-Schutz oder Schal getragen werden, in Mecklenburg-Vorpommern vom 27. April an im Nahverkehr.

Noch am vergangenen Donnerstag hatte sich das bayerische Kabinett entsprechend der allgemeinen Bund-Länder-Linie darauf verständigt, dass es keine generelle Maskenpflicht, sondern ein "Mundschutzgebot" geben soll. Nun hingegen sagte Söder: "Appelle allein werden wahrscheinlich nicht die notwendige Sicherung sein."



Zudem kündigte Söder an, dass Eltern in Bayern zumindest für die kommenden drei Monate keine Kindergarten- oder Kita-Gebühren bezahlen müssen, solange diese wegen der Corona-Krise geschlossen sind. Er finde, dass eine staatlich verordnete Schließung nicht zu einer finanziellen Belastung der Eltern führen dürfe, argumentierte er.

Hilfe für Künstler

Den Künstlern im Land will Bayern monatlich mit 1000 Euro finanziell unter die Arme greifen. Während kulturelle Einrichtungen mit den bisherigen Maßnahmen bereits schon geholfen werde, gebe es zugegebenermaßen eine Gruppe, "die durch jedes Raster fällt", so Söder. Die rund 30.000 Künstler, die auch in der Künstlersozialkasse organisiert seien, würden daher monatlich 1000 Euro bekommen.

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