Zisch-Interview

"Beachhandball ist eine tolle Abwechslung"

Mila Berghammer, Klasse 4,

Von Mila Berghammer, Klasse 4 &

Fr, 24. November 2023

Zisch-Texte

Jannis Eckerle hat einen großen Traum: Irgendwann mal an einer Weltmeisterschaft teilnehmen. Der Nachwuchshandballer erzählt im Interview, wieso er den Sport liebt.

Mein Name ist Mila und ich spreche heute mit Jannis Eckerle, 15 Jahre alt, einem talentierten Handballer vom SG Waldkirch/Denzlingen.

Zisch: Wie lange spielst du schon Handball und wie bist du zu diesem Sport gekommen?

Eckerle: Ich spiele seit acht Jahren Handball. Meine Eltern haben mich im Verein angemeldet, weil sie wollten, dass ich einen Mannschaftssport mache. Ich bin dabei geblieben, weil es mir großen Spaß macht und es ein interessanter Sport ist.

Zisch: Wer gehört alles zu einem Handballteam?

Eckerle: In erster Linie natürlich die Trainer und Spieler. Zu einer Mannschaft gehören der Torwart und sechs Spieler. Sie haben unterschiedliche Aufgaben und Positionen. Im Rückraum läuft der Ball schnell von Spieler zu Spieler. Die Spieler auf den Außenpositionen sind meist gute Werfer. Aber auch die Fans gehören zum Team. Sie motivieren und pushen die Mannschaft.

Zisch: Auf welcher Position spielst du?

Eckerle: Da ich Linkshänder bin, spiele ich hauptsächlich auf Rückraum rechts. Meine Aufgabe ist es, den Ball durchzuspielen, Druck zu machen und Tore zu werfen.

Zisch: Musstest du schon mal ins Tor?

Eckerle: In letzter Zeit nicht mehr. Aber früher in der E-Jugend wollte ich immer gerne ins Tor. Da konnte man die Bälle noch halten.

Zisch: Wie oft trainierst du?

Eckerle: Ich habe vier bis fünf Mal die Woche nur Handballtraining und ein Mal in der Woche noch Krafttraining. Im Sommer habe ich zusätzlich auf dem Beachplatz in Denzlingen trainiert, der nun leider abgerissen wurde. Ich hoffe, es wird bald wieder einen neuen Beachplatz geben.

Zisch: Welche Schule besuchst du und wie anstrengend ist es, so oft zu trainieren?

Eckerle: Ich gehe in die zehnte Klasse des Gymnasiums in Denzlingen. Manchmal ist es schon viel und es ist nicht immer leicht, diszipliniert zu sein. Aber ich habe Spaß am Handball und bekomme viel Unterstützung von meiner Familie.

Zisch: Hast du neben Handball auch noch andere Hobbys?

Eckerle: Ja, ich spiele noch Schlagzeug und engagiere mich in der Jugendfeuerwehr.

Zisch: Ich habe gehört, dass du auch noch Beachhandball spielst. Wie unterscheidet sich Beachhandball von Hallenhandball?

Eckerle: Im Beachhandball stehen nur vier Spieler auf dem Feld und der Torwart ist direkt im Angriff beteiligt. Auch er kann Tore werfen, die dann doppelt zählen. Der Torwart ist manchmal auch nicht der beste Torwart, sondern jemand, der gut werfen kann. Im Beachhandball gibt es Trickwürfe, wie zum Beispiel den Kempa. Hier wirft ein Spieler den Ball in die Luft, ein Mitspieler fängt ihn und wirft ihn noch in der Luft in das gegnerische Tor. Die "Pirouette" ist eine 360-Grad-Drehung und zählt auch zwei Punkte. Im Sand kann man den Ball schlecht prellen, es gibt aber die Möglichkeit, den Ball einmal auf den Boden zu legen und dann wieder aufzuheben. Dies galt dann als Prellen. Die Tore sind so groß wie im Hallenhandball, das Feld ist aber kleiner und der Torraum ist nicht rund. Das Spiel ist auch etwas schneller. Auf einen Torwurf folgt schnell ein Gegenangriff.

Zisch: Und wie bist du zum Beachhandball gekommen?

Eckerle: Ich bin zu einer Sichtung nach Stuttgart gegangen. Wir wurden beim Spielen beobachtet und angeschaut. Dabei wurde ich gesichtet.

Zisch: Und was macht dir mehr Spaß?

Eckerle: Beides macht sehr viel Spaß. Handball spiele ich aber schon länger und auch intensiver. Das Beachhandball ist vor allem in den wärmeren Monaten eine tolle Abwechslung und kann im Winter wenig trainiert werden.
Zisch: Und was war eigentlich dein größter Erfolg?

Eckerle: Meine größten Erfolge sind, dass ich für die baden-württembergische Hallenhandball-Auswahl nominiert wurde und die Nominierung für den Beachhandball-Nationalmannschaftskader.

Zisch: Hast du noch sportliche Ziele?

Eckerle: Auf jeden Fall! Immer besser werden und eventuell einmal in den Nationalkader kommen, um dann auch zum Beispiel Weltmeisterschaften zu spielen.

Zisch: Hattest du eine Zeit lang mal keine Lust auf Handball?

Eckerle: Ja, da gab es schon so Zeiten. Während Corona war es nicht so einfach.
Es gab kein Training in der Halle und so haben wir uns online getroffen und wir haben eben kein Handball gespielt, sondern athletische Übungen gemacht. Damals hatte ich da noch gar keine Lust drauf. Danach waren wir viel im Park und haben Lauftraining gemacht.