Zentrum für Populäre Kultur und Musik

Beim Queer Pop Symposium geht es um Sexualität in der Popkultur

Anika Maldacker

Von Anika Maldacker

Mi, 15. Januar 2020 um 11:36 Uhr

Der gute Ton (fudder)

Das Spiel mit Sexualität und Geschlecht ist Teil der Popkultur. Inwiefern queere Musiker Popkultur beeinflussen, möchte das Symposium Queer Pop vom 16. bis 18. Januar herausfinden. Auch eine Party mit der Musikerin Sookee ist Teil des Events.

Welche Gefühle entstehen bei queeren Menschen, wenn sie in Gesellschaften leben, die nicht-normative Menschen unterdrückt? Wie tragen feministische, queere und Trans-Musikerinnen und -Musiker zur Popmusik bei? Mit diesen und ähnlichen Fragen wollen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beim "Queer Pop Symposium" befassen. Vom 16. bis 18. Januar finden im Zentrum für Populäre Kultur und Musik verschiedene Vorträge zum Thema Queer Pop statt. Es geht dabei beispielsweise um Authentizität, Körperinszenierungen, Stereotypisierung und Selbstermächtigung und Queere Utopien.

Darin soll auch beispielsweise der Frage nachgegangen werden, wie queere Popstars ihre Berühmtheit, Mode und Performance einsetzen, um mehrdeutige Botschaften über neue Formen von gender, race, class und Begehren in Umlauf zu bringen. Wie und zu welchem Zweck berühren sie ihr Publikum? Und welche Strategien verfolgen sie, um das, was als menschlich erachtet wird, erneut zu verhandeln?

Theorie trifft auf Tanz und Performance

Neben den theoretischen Programmpunkten findet am Freitag, 17. Januar, eine Queer-Pop-Party im Artik statt. Dort treten die Berliner HipHop-Künstlerin Sookee , Sue Lèwig aus Köln mit Elektro und Gesang, die Freiburger Künstlerinnen Panzerella Burner, Urte, Isabelle Gaultiér und der DJ Luedenscheidt mit DJ-Sets auf. Psoriasis aus Amsterdam tritt mit einer Drag-Show auf.

Die Künstlerin Georgina Leo St Laurent tritt zudem mit einer Voguing-Performance auf. Der Tanzstil kam im New Yorker der 80er-Jahre in der Ballroom-Szene der marginalisierten homosexuellen Subkultur im Stadtteil Harlem auf. Von 15.15 Uhr bis 17.15 Uhr gibt sie im ZPKM einen Voguing-Workshop. Wer teilnehmen will, kann sich unter conference.queer.pop@zpkm.uni-freiburg.de anmelden.

Es sprechen Forscherinnen und Forscher aus ganz Deutschland. Konzeptioniert und organisiert wurde die Veranstaltung von Bettina Papenburg, wissenschaftlicher Mitarbeiterin am Institut für Medienkulturwissenschaft der Uni Freiburg, und Kathrin Dreckmann, vom Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Universität Düsseldorf.
  • Was: Queer Pop Symposium
  • Wann: 16. bis 18. Januar
  • Wo: Zentrum für Populäre Kultur und Musik, Rosastraße 17-19

  • Was: Queer Pop – Die Party
  • Wann: 17. Januar, 20 Uhr
  • Wo: Artik, Haslacher Straße 43