Atomkraft

Beispiele zeigen: Die Erzeugung von Strom mit Atomkraft ist zu gefährlich

Hans Sum

Von Hans Sum (Freiburg)

Mi, 05. Mai 2021

Leserbriefe

Zu: "Mit Kernenergie wurden in Deutschland erhebliche Mengen CO2 eingespart", Zuschrift von Berthold Metzler (Forum, 21. April)

Ein Atomkraftwerk erzeugt beim Herstellen von Strom kein CO2; das ist richtig. Ein Atomkraftwerk hinterlässt jedoch hochgiftigen Atommüll (Plutonium und Uran), der eine Million Jahre strahlt.

Es gibt in Deutschland keine sicheren Orte, an denen der hochgiftige Atommüll für lange Zeit gelagert werden könnte. Richtig ist, dass diese Orte gesucht werden, seit 50 Jahren jedoch nicht gefunden wurden. Verschwiegen wird in dem Leserbrief auch, dass Atomkraftwerke nicht mit einer Haftpflichtversicherung versichert sind. Der Haftpflichtschaden durch einen Super-GAU eines AKW zum Beispiel am Oberrhein (Einzugsgebiet Basel, Freiburg, Mulhouse) würde um die zehn Billionen Euro Schaden verursachen. Jede Versicherung, jeder Staat wäre mit einer solchen Schadenshöhe überfordert. Jeder Industriebetrieb, jeder Kfz-Halter ist verpflichtet, eine Haftpflicht-Versicherung abzuschließen. Die Betreiber von Atomkraftwerken nicht.

Seit 33 Jahren existiert in Tschernobyl ein atomares Feuer in Form einer Kernschmelze. 2016 hat die Europäische Union den größten mobilen "Schutzmantel" (mit 36 000 Tonnen Gewicht) zum Schutz vor Strahlung (hält circa 100 Jahre) dieser immer noch gefährlichen Kernschmelze bezahlt. Die Beispiele zeigen uns, dass Erzeugung von Strom mit Atomkraft zu gefährlich ist. Zahlreiche Unfälle auf der Erde sind dafür schreckliche Beweise. Die erneuerbaren Energien werden unsere Zukunft sein. Mit dem Strom, der mit den Erneuerbaren produziert wird, werden wir ohne Gefahr durch Verseuchung und Explosionen in Zukunft gut leben können. Hans Sum, Freiburg