BEOBACHTET & GEHÖRT

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 20. Mai 2022

Müllheim

BAMLACH

Infos für Mehmet Ali

Gemeinsam mit Bad Bellingens Bürgermeister Carsten Vogelpohl und der Sozial-Dezernentin des Landratsamtes Lörrach, Elke Zimmermann-Fiscella, informierte sich der Bundestagsabgeordnete Takis Mehmet Ali in Bad Bellingen über die aktuelle Situation von geflüchteten Menschen mit Behinderung.

Um sich ein genaues Bild von der Unterbringung und Betreuung von geflüchteten Menschen mit Behinderungen machen zu können, besuchte Takis Mehmet Ali, Bundestagsabgeordneter für Lörrach-Müllheim und Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion für die Belange von Menschen mit Behinderungen, die Wohnanlage in Bamlach des St. Josefshauses in Bad Bellingen. Bei seinem Besuch betonte Mehmet Ali: "Auch geflüchtete Menschen mit Behinderung aus der Ukraine haben Anspruch auf Leistungen der Eingliederungshilfe und benötigen adäquate Betreuungs- und Pflegeleistungen. Sie brauchen unsere volle Unterstützung!" Vogelpohl ergänzte: "Seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine hat Bad Bellingen insgesamt rund 150 ukrainische Flüchtlinge aufgenommen, darunter 34 geflüchtete Menschen mit Behinderung. Wir sind dem St. Josefshaus, das die Räumlichkeiten im Ortsteil Bamlach zur Verfügung stellt, den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und dem Landratsamt Lörrach mit Heimleiterin Britta Lanzendorf sehr dankbar für ihren Einsatz."

Heimleiterin Britta Lanzendorf erläuterte den Anwesenden die Situation bei der Ankunft der Geflüchteten: "Wichtig ist es, dass die geflüchteten Menschen mit Behinderung erst einmal ankommen und ein sicheres und barrierefreies Umfeld erhalten. Viele der Geflüchteten sind zudem auch mobilitätsbeeinträchtigt. Glücklicherweise haben wir hier auch Familienmitglieder und Teile des ukrainischen Betreuungspersonals mit am Standort, damit können wir die Betreuungsarbeit gut gewährleisten".

Sozial-Dezernentin Zimmermann-Fiscella sicherte vonseiten des Landkreises zu, dass alles für eine qualitativ gut ausgestattete Betreuung für die geflüchteten Menschen mit Behinderung unternommen werde.

DATTINGEN

Schützen tagen wieder

Mit einjähriger Unterbrechung konnte Oberschützenmeister Wolfgang Schmeißer endlich wieder Gäste zu einer Jahreshauptversammlung begrüßen. Schriftführer Carsten Maurer umriss die Versuche zwischen Lockdown- und reglementierten Öffnungsphasen, trotz des Fehlens sämtlicher Events und Traditionsveranstaltungen ein Vereinsleben zu gestalten. Dies wurde auch im Rechenschaftsbericht von Peter Malus deutlich. Im Geschäftsjahr 2021 führten größere Ausgaben (zum Beispiel Füllung des Gastanks für den Heizungsbetrieb, Spende an Flutopfer des Ahrhochwassers) zu einem negativen Bilanzergebnis. Durch das gute Wirtschaften in den Vorjahren beläuft sich das aktuelle Barvermögen trotzdem auf solide 23 000 Euro. Ein neues Jugend-Team um Jugendtrainer Mails Stürwold befindet sich bereits im Aufbau.

Wahlen: Für jeweils weitere zwei Jahre wurden Oberschützenmeister Wolfgang Schmeißer, Schriftführer Carsten Maurer und Standwart Andreas Scheulin in ihren Ämtern bestätigt. Nach 49-jähriger Tätigkeit im Vorstand zog sich Karlheinz Ritter aus seinem Amt als 1. Schießleiter zurück. Als Nachfolger wurde Mika Kaltenbach für zwei Jahre gewählt. Er führt das Amt bis auf weiteres in Personalunion mit seinem bisherigen Posten als 2. Schießleiter aus. Auch Rechner Peter Malus stellte sein Amt zur Verfügung. Hier konnte der 2. Jugendleiter Thorsten Klipp als Nachfolger gewonnen werden. Auch er wurde für zwei Jahre gewählt. Sein bisheriger Posten als 2. Jugendleiter konnte nicht neu besetzt werden. Eine weitere Neubesetzung betraf den 1. Beisitzer. Auf Alex Müller folgte Martina Kaltenbach für zwei Jahre neu in den Vorstand.

Ehrungen: Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Angela Grether, Karin Nußbaumer, Klaus Birkhofer, Martin Eckerlin und Christof Häckel geehrt. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Roland Maier, Peter Malus und Carsten Maurer geehrt. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Otto Engler, Eugen Stammer und Peter Stecher geehrt.

HÜGELHEIM

Spendenaufruf

Die Diakonische Initiative "unBehindert miteinander leben" startet einen Spendenaufruf für die Finanzierung von Evakuierungsfahrten von Menschen mit Behinderung aus Odessa in der Ukraine. Vom 6. bis 8. Mai beteiligt sich die Diakonische Initiative an einer Hilfsaktion für 18 Menschen mit teilweise schwerster körperlicher und geistiger Behinderung aus der Ukraine. Der Hilfseinsatz ist eine Kooperation zwischen der Diakonischen Initiative und anderer Initiativen.

Neben der Fahrtorganisation übernimmt die Diakonische Initiative auch die Finanzierung der Aktion. "Wir stellen all unsere Möglichkeiten zur Verfügung, um die Menschen aus dem Kriegsgebiet zu evakuieren", so David Schmitz, Leiter der Diakonischen Initiative. "Vor allem den Menschen mit Behinderungen fühlen wir uns besonders verpflichtet. Allerdings brauchen auch wir auch Hilfen um dies tun zu können."

Deshalb wirbt Schmitz hierfür um die notwendige finanzielle Unterstützung. "Wir wissen noch nicht, wie wir die Rechnungen bezahlen sollen." Die Diakonische Initiative bittet um Spenden – Infos unter https://di-huegelheim.de

BRITZINGEN

Benefizkonzert

Kürzlich spielte der Musikverein Britzingen erstmalig nach zwei Jahren Pause wieder zu einem Jahreskonzert auf. Diesen besonderen Moment für die Musiker, so Vorstand Arndt Rüdlin in seiner Begrüßung, wollte der Verein auch unter ein besonderes Motto stellen. Und so wurde das Jahreskonzert zum Benefizkonzert für die Opfer des Krieges in der Ukraine erklärt. Mit dem Stück "A sign for freedom" zur Eröffnung des Konzertes, wurde diesem Motto nochmals Nachdruck verliehen. Auch das jüngere Publikum kam mit rhythmischen Stücken wie Total Toto voll auf seine Kosten. Das letzte Stück "The Blues Brothers Revue" sorgte dann endgültig für Jubelstimmung im Saal, womit sich das Publikum dann auch die Zugaben verdient hatte. Mit emotionalen Worten stimmte Dirigent Georg Günther das Publikum auf die "Ode an die Freude" ein – ein würdiger Schlusspunkt.

Im Rahmen des Konzertes wurden auch einige Musiker und Musikerinnen vom Geschäftsführer des Markgräfler Musikverbandes Herrn Jörg Kitzmann geehrt. So bekam Flötistin Paula Reichert das Jungmusiker Leistungsabzeichen in Bronze verliehen welches sie im Vorjahr bestanden hatte. Neben ihr wurden Tobias Eckerlin (Flügelhorn) sowie Arndt Rüdlin (Klarinette) für 25-jährige aktive Tätigkeit mit der silbernen Ehrennadel des Bundes deutscher Blasmusikverbände ausgezeichnet. Für Ihre Verdienste bedankte sich der zweite Vorsitzende Martin Kaltenbach im Namen des Gesamtvereins.

Im Rahmen des Konzertes konnte der Verein 2000 Euro an Spenden generieren, welche dem Aktionsbündnis Katastrophenhilfe (Caritas-International, DRK, Diakonie-Katastrophenhilfe und Unicef) zur Verfügung gestellt werden.